Jahresrückblick 2012

Da ist es wieder. Dieses Gefühl am ersten Januar jeden Jahres, wo ich mich alt fühle, obwohl ich noch gar nicht sooooo alt bin. Mein Norbert würde jetzt grinsen, da er jünger ist als ich.
Was ich meine, ist dieses Gefühl, dass die Zeit abläuft. Wieder ist ein Jahr um und wie in „InTime“ verbrauche ich Zeit auf meinem ganz persönlichen Zeitkonto, unaufhaltsam und ganz fürchterlich brutal. So fühlt sich für mich auch immer der erste Januar an. Es zeigt mir jedes Jahr vor Augen, dass ich mal anfangen sollte alle Probleme und Sorgen endlich zu vergessen und, vielleicht nicht völlig kopflos, aber auf jeden Fall kopffrei anzufangen, meine Zeit hier zu genießen. Auch wenn dieses Gefühl eventuell nicht länger als ein paar Wochen anhält, aber immerhin motiviert es mich für das ganze nächste Jahr, Dinge manchmal einfach auszuprobieren, auf die Meinung anderer keinen Deut zu geben – wobei mir das immer noch sehr sehr seeeeeehr schwer fällt – aber vor allem, jeden kleinen Moment, jede noch so kleine Wunderbarheit aufzusaugen und in mir einzuschließen.

Der erste Januar ist für mich auch jedes Jahr nicht nur das alljährliche Neujahrs Skispringen, was immer im Fernsehen läuft seitdem ich mich erinnern kann…es ist für mich auch ein Tag an dem ich ganz unweigerlich daran erinnert werde, was ich im vergangenen Jahr alles geleistet hab und was ich auf keinen Fall wiederholen will – und da gibt es sowohl von dem einen, wie auch vom anderen, so Einiges. Ich bin mittlerweile nicht mehr so naiv und nehme mir gute Vorsätze vor, denn hey, jeder Tag ist gut dafür aufzuhören zu rauchen, abzunehmen, Geld zu sparen oder sonst irgendwas, was wir Erdenbewohner uns jedes Jahr aufs Neue vornehmen. Deshalb habe ich letztes Jahr im März aufgehört zu rauchen und nicht schon im Januar. Ich habe in 2012 das erste mal etwas von meiner Kunst verkauft, war 2 x im Urlaub (Skiurlaub in Tirol + auf Sylt), ich war auf 3 Hochzeiten, war auf 14 Geburtstagen und war keinmal bei IKEA – soweit ich mich erinnere !!!

(btw: ich höre hier gerade eine super Playlist bei Spotify mit Ben Howard und Newton Faulkner – sehr zu empfehlen – beide Herren!)

Leider sind auch Menschen aus meinem Leben hinaus getreten, die eine große Lücke hinterlassen haben. Diese Lücke versuche ich leider immer noch zu stopfen. Aber hey, jeder so wie er kann und wie er möchte!
Dafür sind andere Menschen (wieder-)aufgetaucht, deren Anwesenheit, und sei sie noch so selten, meeeeehr als gewünscht und eine echte Bereicherung ist.

2012 ist voller Fotos in meinem Kopf, die mir oftmals ein Lächeln entlocken. Und das ist es was ich mir für 2013 am meisten wünsche. Wunderbare Erinnerungen, am besten mit vieeeeelen wunderbaren Menschen, die daran wunderbar teilhaben wollen. Also, lasst uns loslegen und phänomenale Erinnerungen schaffen!

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