Ich Öko, du Öko, wir Öko! I like!

Seit einigen Monaten, um genau zu sein seit der Fastenzeit vor Ostern diesen Jahres, machen wir uns hier in meiner kleinen Familie etwas aktiver Gedanken darüber ob und wie wir unsere alltäglichen Handgriffe, Gewohnheiten, Lebensmittel oder Produkte ein bisschen zeitgemäßer und bewusster verwenden können. Seit vielen Jahren beziehen wir bereits den Naturstromtarif unseres Energieanbieters und unterstützen so mit einem kleinen Beitrag den Ausbau und die reine Verwendung von regenerativen Energiequellen. Aber damit fängt es eigentlich erst an, auch ohne großen Aufwand oder riesige Umstellungen, die ja die meisten Leute scheuen – Veränderung bedeutet ja bekanntlich immer meeeeega viel Aufwand. Kaum einer kommt ja drauf, dass es vielleicht auch Spaß macht, seine Weste ein bisschen weißer zu machen. Mit jeder kleinen Kleinigkeit, die ich nicht nur einmal, sondern regelmäßig im Hinblick auf Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein bei uns verändere, bin ich stolz und glaube ganz fest, dass ich auch damit ein kleines Vorbild sein kann für andere, die dafür offen sein wollen. Und ich bin sicherlich kein fanatischer Öko, der sein Waschbecken- und Waschmaschinenabwasser in Eimern auffängt, um es für die Klospülung zu benutzen…bitte nicht. Ich rede eher von Dingen, die ganz einfach sind.
Einige Anwendungsbeispiele:
– Seit einigen Monaten verzichten wir bei uns komplett auf die Papier-Küchenrollen. Meiner Meinung nach verursachen wir damit wirklich nur unnötigen Müll, da ich alles auch mit einem auswaschbaren und wiederverwendbaren Lappen (Microfaser) auf oder abwischen kann. Einmal die Woche schmeisse ich ihn in die Waschmaschine und er ist quasi wieder hygienisch sauber und fast wie neu.
– Recycling-Müllbeutel und Kompostierbare Kotbeutel für die Gassirunden mit dem Hund.
– Da ich einfach nicht akzeptieren möchte, dass Tiere für mein Wohlergehen leiden müssen, benutzen wir – wenn bezahlbar oder überhaupt vorhanden – vegane Pflegeprodukte. Wo wir bereits dauerhaft umgestellt haben, sind Shampoo/Conditioner und Duschbad – auch für die Kleine Maus. Da gibts ganz tolle Produkte von Jean & Len (auch für Kinder) oder alverde. Zusätzlich zum Tierversuchsaspekt sind da auch weniger chemische Inhaltsstoffe drin, die ja auch gar nicht nötig sind, um sauber zu werden, zu pflegen und gut zu riechen.
– Da wir die Fastenzeit über auf Fleisch komplett verzichtet haben, um einfach wieder ein bisschen bewusster Fleisch zu essen – Experiment hat übrigens geklappt, ist echt was hängengeblieben -, haben wir hier auch umgestellt. Zum einen verzichte ich weitestgehend auf den Kauf von Fleisch aus herkömmlichen Mastbetrieben, heisst ich kaufe so gut wie nur noch Bio-Qualität, am liebsten auch deklariert aus der Region. Gleiches gilt für Milch und Milchprodukte. Bei Obst & Gemüse versuche ich immer dann das zu verarbeiten, was auch tatsächlich gerade saisonal aus der Region zu bekommen ist – sprich, wenn es keine Spargelzeit ist (Mai-Juni), dann gibts auch keinen Spargel und fertig!

Nun hab ich ein weiteres Produkt entdeckt, das für uns immer noch interessant ist – Windeln. Einige werden jetzt vllt sagen, um nicht so viel Müll zu verursachen gibt es ja andere Möglichkeiten wie das sogenannte „abhalten“ des Kindes oder Öko-Windeln zum auswaschen. Jeder kann das ja halten wie er mag, aber das ist einfach nix für mich. Ich finde wickeln ist ein unausweichliches Übel und ich muss mich dem Thema nicht jeden Abend beim „auskochen“ wieder stellen. Auch das Abhalten ist mir schlicht und einfach zu anstrengend.

Die Firma LILLIDOO hat einen ersten Mittelweg gefunden und ich muss sagen, ich finde den sehr gelungen. Sie stellen Windeln und Feuchttücher her, die parfumfrei, ohne PEG-Emulgatoren und Parabenen sind. Ausserdem sind dort auch keine Hormonaktiven Substanzen, Chlore oder Phthlatae (das kriege ich noch nicht mal richtig ausgesprochen!) zu finden. Damit minimieren Sie das Allergierisiko immens. Die Hautverträglichkeit ist dermatologisch getestet, demnach ist auch bewiesen, dann man den ganzen chemischen Quatsch auch gar nicht braucht, um die gewünschten Effekte zu erzielen. Damit nicht genug, denn zusätzlich dazu werden die Produkte Tierversuchsfrei (mit dem crueltyfree-Label versehen) und ohne tierische Inhaltsstoffe, also vegan, hergestellt. Und weil das ganze bitteschön auch noch fair sein soll, wird nicht irgendwo in Korea, sondern in Deutschland, bzw. der EU, produziert. UND: die Feuchttücher und die Aussenverpackungen sind kompostierbar. Als ich das alles gelesen hab, war ich völlig begeistert und habe mir direkt das Testpaket mit 10 Windeln und einer kleinen Packung Feuchttücher bestellt. Die Windeln gibt es in drei Designs im praktischen Abo zu bestellen. Nähere Informationen dazu gibts hier: LILLIDOO

Fazit: Nach dem Auspacken hab ich erstmal dran gerochen. Muss sagen, ich dachte es würde quasi nach nix riechen, aber die Windeln riechen leicht, aber wonach..schon ein bisschen chemisch, aber irgendwie anders. Bei den Feuchttüchern verhält es sich ähnlich. Man kann bei beidem nicht sagen, dass sie geruchsfrei sind, aber auf jeden Fall viel weniger als bei herkömmlichen Windeln und Tüchern aus dem Supermarkt. Das Material, sowohl bei den Windeln als auch bei den Feuchttüchern, ist sehr angenehm und textilähnlich.
Nachdem meine Kleine einen ganzen Nachmittag und Abend extrem viel Durst hatte war der Moment für den Härtetest gekommen. Die LILLIDOO Windel hält die ganze Nacht und läuft nicht aus. Charlotte wälzt sich viel rum und selbst bei ordentlichem Druck auf den Popo kommt an den Seiten nix raus. Ich war ganz begeistert und warte nun auf mein erstes reguläres Abo-Paket.

© Bilder – Lillidoo

1 comment on Ich Öko, du Öko, wir Öko! I like!

  1. Jenni
    26. Juli 2016 at 13:13 (2 Jahren ago)

    Sehr interessant…..aber für uns hoffentlich bald komplett kein Thema mehr, denn nach den Sommerferien haben wir auch die Kleine hoffentlich trocken…..
    Und deine anderen Überlegungen find ich auch spannend. Bei uns ist momentan seitdem wir unsere Photovoltaikanlage auf dem Dach haben auch zumindest ein wenig Öko ausgebrochen und mein Göttergatte ist in seinem Element, wenn er sieht, was gespart und selbst produziert wird und wann ich am besten die Waschmaschine anstelle.

    Bussi für dich!

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