Eine Welt für eine Kuchenbox

Es ist Wochenanfang und man macht sich so seine Gedanken. Na gut es ist nicht wirklich Wochenanfang, da es bereits Dienstag ist, aber ganz ehrlich alles vor Donnerstag ist Wochenanfang und alles was danach kommt ist erträglich. Was nicht heißt, daß die Tage davor unerträglich sind, dennoch winkt ab Donnerstag das Wochenende und ich stimme mich spätestens ab Donnerstag Nachmittag emotional darauf ein und plane sorgfältig meinen Freizeitstress.

Jawohl, ich würde mich wirklich mittlerweile als das Freizeitstress-Mutterschiff bezeichnen. Ich glaube das hatte ich zwischenzeitlich in irgendeinem Beitrag dieses herrlichen Mediums hier erwähnt, aber ich wiederhole es noch mal sehr gerne für alle die später eingeschaltet haben. Ich habe ein Talent mir insbesondere um die Sommerzeit einen Haufen an Projekten aufzuhalsen, die ich alle wahnsinnig wichtig für meine persönliche Entwicklung halte, die allerdings meiner Entspannung, die meine 32 Lenze mittlerweile regelmäßig beanspruchen, extrem im Weg stehen.

Zur Zeit aktuell sind: immer mal wieder der Garten, diverse Webprojekte (Freelancer-Tätigkeit), das Bemalen des neuen Surfboards meines Mannes (by the way: ich habe immer noch keinen passenden Namen für das über drei Meter lange Biest gefunden…Vorschläge?? Das erste heisst Betty), die Ablage wartet auf ihre Sortierung, Routenplanung für unseren Sommerurlaub, Tierarzt-Eskapaden mit dem Kleenen…aber wo ich gerade am meisten Zeit für investiere ist „Cake and Graphics“. Nein, nicht der Blog…obwohl ich hier auch mal öfter was schreiben sollte, mein Fotospeicher ist echt schon ganz schön voll.

Nein, es geht um das Experiment „Cake and Graphics“. Aus einer fixen Idee zwischen mir und Nobse ist nun langsam ein handfester Plan geworden. Zwischenzeitig habe ich noch eine zweite Küchenfee an Bord geholt – nun auch hier hoffentlich bald als fleißige Texterin vertreten – und in den letzten Wochen nahm das Projekt Gestalt an. Es handelt sich um Essen und Grafiken, für alle, die der angel-sächsischen Formulierung nix abgewinnen können. Um es kurz zu sagen wollen meine Freundin Jenni und ich backen und das, was dabei rauskommt, möglichst gewinnbringend unter die Leute bringen. Das Experiment startet im August in Zossen auf dem alljährlichen Gesundheitstag mit einem Stand, an dem wir unsere unfassbar leckeren Waren feilbieten. Jetzt am Samstag starten wir einen offiziellen Back-Test mit dem Backwerk, welches es dann auch im August in Zossen geben soll. Dafür bot sich dieses Wochenende an, da unsere gemeinsame Freundin Sabine ihren Geburtstag feiert und sich somit hoffentlich MEGA über unsere kostenlose Zurverfügungstellung der Fressalien freut (ich sehe sie quasi virtuell sehr sehr sehr heftig Kopfnicken!!!).

Was wir nicht erwartet haben, ist der immense organisatorische Aufwand für diesen Stand. Wir haben das nicht erwartet, da wir einfach nur eine Idee hatten und der Gedankenprozess somit erst anfing. Stand heute ist, daß ich auf jeden Fall weiß, was sich sehr schnell besorgen bzw. organisieren läßt und was mich viele geraufte Haare, heißes Blut in den Adern und verzweifeltes Händeüberdemkopfzusammenschlagen gekostet hat, aber hoffentlich beim zweiten mal nicht mehr kosten wird.

Ein Beispiel sind diese lustigen Kuchenboxen mit Tragegriff. Bis gestern dachte ich, daß ich irgendwann in einer Kartonfabrik stehen werde und lauthals schreien muss. Entweder sind diese fiesen kleinen Kartons unfassbar teuer (d.h. über 1EUR) oder sie sind bereits mit irgendeiner Konditorline-Design-Scheiße bedruckt, die keiner haben will. Da frag ich mich auch ernsthaft, welcher Konditor denn bitte unter so einer Geschmacksverirrung leiden kann um diese Kartons an Kunden raus zugeben und gleichzeitig so ausgeprägte Geschmacksknospen haben muss, um wunderbares Backwerk zu kreieren???

Nun eine weitere Frage. Diese Boxen haben einen Tragegriff, die kann man also so tragen wie eine Handtasche. Wenn ich allerdings eine Handtasche bei mir habe, dann entwickelt sich in ihr durch mir bisher unerfindliche, wahrscheinlich chemische Prozesse, ein Paralleluniversum, in dem Dinge wie Haargummis, Taschentücher, Feuerzeuge und Haarspangen in immer wiederkehrenden Wurmlöchern verschwinden und leider nie wieder auftauchen. Dabei ist es völlig unerheblich, wie groß die Tasche letztendlich ist. Wie verhext!

Nun adaptieren wir das mal zurück zur Kuchenbox. Stellt euch mal vor da kauft jemand zwei wunderbare Schoko-Karamellcupcakes bei uns, ich packe sie in eben so eine Box und zuhause muss der vorfreudige Käufer dann entsetzt feststellen, dass sich ein fremde Galaxie seines Genusses bemächtigt hat und er nun in die Röhre bzw. ins Wurmloch guckt! DAS WÄRE DER RUIN…noch bevor es richtig angefangen hat…und mit Sicherheit sind diese hässlichen Konditorline-Boxen eben diese scheußlichen Diebe, die Menschen unglücklich machen und uns Klagen einheimsen.

SO!!!!!

eBay sei dank, hab ich eine Händlerin gefunden, die die Dinger für 59 cent anbietet. Nun schauen wir mal, wenn sie da sind, ob meine Theorie stimmt. Soweit erstmal. ta daaaaaaaaaa.

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