Archive of ‘Kochen’ category

Grün, grün, grün sind alle meine Spargel…

Ich habe echt Gefallen an grünem Spargel gefunden. Dass er mir gut schmeckt fällt mir leider meistens erst dann ein, wenn die Spargelzeit gerade so vorbei ist und man kaum noch welchen kriegt.
Diesmal war es wieder kurz vor knapp. Sehr leckere Variante meines ach so geliebten Risottos, diesmal halt mit grünem Spargel und Scampis.

Risotto mit grünem Spargel und Scampis

  • 200g Risottoreis
  • 2 Schalotten
  • 1 Knoblauchzehe
  • 40g Butter
  • 100ml Weißwein
  • 400ml Hühnerbrühe (könnte auch etwas mehr sein)
  • ca. 50g Parmesan
  • Olivenöl, Chilli-Pulver, Salz, Pfeffer & Muskat
  • 1 Packung TK Scampis, geschält und gekocht, aufgetaut
  • 1 Bund grüner Spargel

Die Schalotten und Knofi schälen, fein hacken und in einem mittelgroßen Topf in 1 EL Butter andünsten, bis die Schalotten glasig sind. Den Reis dazugeben und kurz mitdünsten. Das Ganze nach etwa 2-3 Minuten mit dem Weißwein ablöschen und den Geflügelfond zugeben. Den Reis etwa 12-15 Minuten unter ständigem Rühren schwach köcheln lassen (bis er gar ist). Evtl immer mal wieder ein wenig brühe oder Wein zugießen. Es sollte sich eine homogene Masse bilden, aber auch nicht so trocken sein, dass der Reis schnell anbrennt. Danach den Topf vom Herd nehmen und die restliche Butter und den Parmesan unterrühren. Mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken,
Spargel in ca. 2cm lange Stücke schneiden und am Fuß 1cm abschneiden. Scampis abwaschen, mit Salz Pfeffer und Chilli würzen. In einer Pfanne Öl erhitzen un die Scampis darin rundherum ca 5min anbraten – auf jeden Fall solange bis sie bereits an den Kanten leicht braun angebraten sind. Dann für 2-3min den Spargel hinzugeben und mitbraten.
Das Risotte auf einem Teller oder in einer Schale mit den Scampis und dem Spargel anrichten.

Thüringen kann asiatisch

Als ich vor ein paar Wochen in thüringischen Ilmenau im Hotel Tanne war, musste ich feststellen, dass nicht alle thüringer Köche ihr Allerheiligstes zubereiten können. Mit Inbrunst und vollster Überzeugung bestellte ich am ersten der beiden Abende, die wir dort aßen, die Rinderroulade mit echten Thüringer Klößen und Rotkraut. Es war enttäuschend. Die Klöße, auf die ich mich schon seit Wochen gefreut hatte, schmeckten wie rohe Kartoffeln. Und ich weiß wie Klöße zu schmecken haben. Ich gehöre mittlerweile zu einer thüringischen Familie, die dieses wunderbare Handwerk auch umsetzen können. Aber da…was soll ich sagen…ich habs an die Küche weitergegeben…dabei bin ich eigentlich nicht so jemand, der am Essen im Restaurant rum mäkelt. Ich weiß nämlich selber, wie schwer es ist diese Klöße traditionell zuzubereiten…bei mir gabs dann rohe Kartoffelsuppe. 🙁
Aber, um hier nicht komplett den Heinz Horrmann raushängen zu lassen: die Suppe, die ich als Vorspeise bestellt hatte…ich sage Euch: FANTASTISCH!!! So gut, dass ich sie am nächsten Abend direkt nochmal bestellt habe und sie dann auch zu Hause versucht habe nachzukochen. Es war zwar nicht die Suppe, wie im Hotel, aber dennoch sehr lecker. Also kommt hier nun meine Version der

Kokos-Curry Suppe

  • 2 große Putenschnitzel
  • 1 daumengroßes Stück Ingwer
  • gemahlene Chili
  • Koriander
  • Kurkuma
  • Currypulver
  • Sojasauce
  • 1 Dose Kokosmilch
  • ca. 1TL rote Currypaste
  • ca. 1L Gemüsebrühe
  • 1 rote paprika
  • 3 Möhren
  • 1 große Zwiebel
  • Limettensaft
  • Salz, Pfeffer
  • 4 Holzspieße

Die Paprika, Möhren und die Zwiebel würfeln bzw in Scheiben schneiden, auf jeden Fall klein, es wird später eh alles noch püriert. Fleisch in ca 1cm dicke Scheiben schneiden und gleichmäßig auf die Holzspieße aufstecken. Den Ingwer schälen – hier gibts einen Tip von mir, schaut dazu mal unten – und sehr fein würfeln. Einen Suppentopf auf mittlerer Hitze erhitzen, die Zwiebeln in etwas Olivenöl glasig dünsten, nach ein paar Minuten den Ingwer hinzugeben und kurz mitdünsten. Danach die Paprika und die Möhren zugeben und auch ein paar Minuten anbraten. Alles mit den Gewürzen großzügig würzen. Mit der Gemüsebrühe und der Kokosmilch ablöschen und aufkochen. Currypaste hinzugeben. Ca 15min auf kleiner Flamme köcheln lassen. Wenn das Gemüse komplett weich gekocht ist mit dem Pürierstab alles gründlich durch pürieren – die Suppe sollte nur leicht sämig werden, nicht richtig dick. Alles mit Salz und Pfeffer, Sojasauce und den bereits verwendeten Gewürzen abschmecken. Währenddessen in einer Pfanne die Fleischspieße in heißem Öl kräftig anbraten. Noch einmal abschmecken und evtl. etwas Limettensaft noch hinzugeben. In kleinen Schalen mit dem Fleischspieß in der Suppe servieren.

Tip zum Ingwer schälen
Bevor ihr beim Ingwer zum Sparschäler greift, nehmt lieber einen ganz stinknormalen Esslöffel und „kratzt“ die Schale vom Ingwer mit der Spitze des Löffels über dem Waschbecken ab. Das bewirkt, dass ihr viel weniger Verlust an verwertbarem Ingwer habt.

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Schweinemedaillons in einer Senf Sahne Soße

Heute habe ich leider keinen Text für dich …. ABER ein Rezept 🙂
Und das ist die Hauptsache. Viel Spaß beim nachkochen und guten Hunger.

Einkaufsliste für zwei Personen

  • Schweinefilet (pro Person ca. 180 g)
  • etwas Honig
  • Senf (ich bevorzuge den Dijon Senf)
  • 1x Rama Cremefine zum Kochen (250 ml)
  • Bandnudeln für zwei Personen (in meinem Fall waren es ausnahmsweise Spaghetti)

Zubereitung

  1. Nudelwasser aufsetzen
  2. Das Schweinefilet waschen, trocken tupfen und in kleine Medaillons schneiden. Beide Seiten mit Honig einschmieren und mit Salz & Pfeffer würzen
  3. Salz ins kochende Wasser geben und Bandnudeln kochen
  4. Öl in einer Pfanne erhitzen und die Medaillons von jeder Seite gut anbraten
  5. Medaillons auf einen Teller legen
  6. Etwas Wasser in die Pfanne geben, Bratensud löst sich
  7. Etwas verrühren, dann Rama Cremefine und ca. 4 TL Senf dazugeben.
  8. Etwas aufkochen lassen, vielleicht noch bisschen Wasser dazugeben und mit Salz, Pfeffer und Senf abschmecken
  9. Medaillons wieder in die Soße legen.
  10. Bandnudeln, Medaillons und Soße auf einem Teller servieren.

Schafskäse im Schinkenmantel auf Blattsalat

VIENNA – VIENNA – VIENNA

Ich war in Wien und wir waren in einem tollen österreichischem Lokal und haben super leckere Wiener Schnitzel verspeist. Als Vorspeise habe ich mir einen leckeren Salat bestellt. Dieser hat mir so gut geschmeckt, dass ich ihn zuhause unbedingt nachmachen musste – natürlich schmeckt er nicht soooo perfekt wie im Restaurant, aber er kommt nah ran 😉 Ich wusste nicht, welchen Schinken sie im Restaurant verwendet haben, deshalb habe ich es einfach mal mit Serranoschinken probiert, der recht salzig schmeckte. Aber ich liebe Salz 🙂

Einkaufsliste:

  • Salatmix
  • kleine rote Zwiebel
  • Eine Packung Schafskäse (Salakis)
  • Eine Packung Serranoschinken (ca. 6 Scheiben)
  • Zutaten für das Dressing (siehe Beschreibung unten)

Ich habe mir für zwei Personen einen Salatbeutel-Mix gekauft, gewaschen, getrocknet und auf die Teller verteilt. Dann habe ich eine kleine rote Zwiebel geschnitten und über den Salat „verstreut“.
Das Dressing habe ich hergestellt aus Balsamico Rosso, Olivenöl, Senf, Honig, Pfeffer & Salz. Eine Packung Schafskäse in kleine Stücke geschnitten und die Stückchen mit Schinken eingewickelt. Kurz von allen Seiten angebraten bis der Schafskäse warm wird.
Schafskäse im Schinkenmantel auf den Salat gelegt, Dressing rüber, fertig. Schon beim schreiben läuft mir wieder das Wasser im Munde zusammen…

Guten Appetit 🙂

 

Weihnachtsmarkt im Frühling…das hat Stil!

Im Dezember einen Weihnachtsmarkt besuchen kann jeder. Auf jeden Fall jeder der da Lust zu hat. Für mich war das lange Zeit immer Standard, wenigstens einmal in der Vorweihnachtszeit einen Markt zu besuchen, eine Lumumba zu trinken und gebrannte Mandeln zu futtern und mir wiedermal eine Zahnfüllung rauszuhauen. Das mit den Zahnfüllungen wurde dann aber auf lange Sicht doch zu teuer und den Rest kann man auch zu Hause machen. Es gibt diverse Rezepte im Netz, wie man die besten und leckersten Mandeln ohne so eine Brennmaschine, und auch zu jeder anderen Jahreszeit, hinkriegt. Hab mir auch mal ein paar Videos bei Youtube angesehen, um sicher zu gehen. Und hier nun mein persönliches Ergebnis…hab mir sagen lassen, dass die echt gut waren.

Gebrannte Mandeln

  • 400g Mandeln
  • 400g Zucker
  • 250ml Wasser
  • 2 Pck Vanillezucker
  • ca 1TL Zimt – ganz nach Geschmack auch mehr oder weniger

Das Wasser in eine beschichtete Pfanne geben. Zucker und Vanillezucker hinzugeben. Bei voller Hitze langsam aufkochen lassen und wenn der Zucker sich durch das köcheln aufgelöst hat, auch die Mandeln hinzugeben. Nun den Herd auf kleine Flamme stellen, ständig rühren (!!!) bis das Wasser fast komplett verdampft ist und nur noch dickflüssiger Zucker blubbert.

Nun kann auch der Zimt hinzugegeben werden. Je dickflüssiger die ganze Masse wird, desto wichtiger ist es die ganze Zeit gut umzurühren, der Zucker soll sich ja komplett um die Mandeln legen. Wenn das Wasser ganz weg ist, sehen die Mandeln, bzw der Zucker sehr hell und bröckelig aus. Wenn man nun gut beobachtet, dann kann man am Pfannenboden erkennen, dass der Zucker langsam anfängt zu karamelisieren. Unbedingt permanent weiter rühren, damit wirklich jede Mandel karamelisiert ist.

Auf einem Backblech einen Bogen Backpapier auslegen und die karamelisierten Mandeln darauf zum auskühlen ausbreiten. Ein bisschen alles auseinander Pflücken, sonst bilden sich große Mandelklumpen. Wenn die Mandeln ausgekühlt sind in kleine Tüten füllen und luftdicht verschließen. Fertig.

Rinderschmorfleisch

Rinderschmorfleisch

Meinem Chef und seiner Liebsten habe ich gemeinsam mit Nobse und meinem beiden Arbeitskolleginnen Sandrine und Jule zur Hochzeit im November 2012 (!!!) ein selbstgekochtes Hochzeitsmenü geschenkt. Jeder von uns sollte einen Gang zubereiten. Es sollte sich herausstellen, dass nicht die einzelnen Gänge das größte Problem darstellen sollten, sondern die Terminfindung. Die Hochzeit war im November 2012…das Essen dann letztendlich im Oktober 2013. 🙂

Als Suppe gab es ein leckeres Prosecco-Süppchen mit Räucherlachs, als Vorspeise Risotto mit Riesengarnelen (btw: das beste Risotto, daß ich je gegessen hab!), als Hauptgang Rinderschmorfleisch mit Thüringer Klößen und als Dessert Knusper-Karamel-Waffeln mir Vanilleeis und heissen Kirschen. Den Gästen hat es geschmeckt.

Rinderschmorfleisch

  • 2 Zwiebeln
  • 1 Bund Möhren
  • etwas Mehl
  • ca 1-1,5 L Klarebrühe oder Rinderfond
  • Salz & Pfeffer
  • 1-1,5 kg Rinderbraten
  • Steakgewürz
  • 2-3 Lorbeerblätter

Die Zwiebeln schälen und grob würfeln, nicht zu klein. Das Rindfleisch möglichst dünn in scheiben schneiden…vorher vllt. nochmal das Messer etwas schärfen?? Geht dann besser 🙂 Die Fleischscheiben von beiden Seiten salzen, pfeffern und in Mehl wenden.
In einem großen Bräter Öl erhitzen. Die Fleischscheiben kurz von beiden Seiten scharf anbraten und danach wieder herausnehmen. die Hitze etwas runterdrehen und dann die Zwiebeln glasig dünsten. Mit Brühe ablöschen und aufkochen. Nun mit Steakgewürz, Salz und Pfeffer abschmecken und die Lorbeerblätter dazugeben. Wenn der Sud köchelt das Fleisch, inkl mittlerweile ausgetretenem Bratensaft wieder zurück in den Bräter geben und auf kleiner Flamme ca 3h köcheln lassen. Zwischendurch vorsichtig etwas umschichten.
Dazu passen super Salzkartoffeln oder Klöße.

Guten Appetit

Croque Madamme

Croque Madamme

Ich steh auf Toastbrot…auch wenn es noch so ungesund ist. Und nachdem mein lieber Chef mir in der Marheineke Markthalle in Kreuzberg einen wunderbaren Franzosen gezeigt hat, der tolle Galettes und Crêpes und Pain aux raisins anbietet, versuch ich mich ab und zu auch mal an frz. Leckereien. Heute der Croque Madamme.
Schmeckt auch ohne, aber ich bin Fan von Béchamelsauce. Also hier meine Variante mit ebendieser.

Croque Madamme
für 4 Stück

  • 4 EL Butter/Margarine
  • 1 EL Mehl
  • 200 ml Milch
  • 1 Msp. Gemüsebrühe
  • Salz & Pfeffer & Muskat
  • 8 Scheiben Toastbrot
  • 4 Scheiben gekochter Schinken
  • 4 Scheiben Emmentalerkäse
  • 4 Eier

1 EL Butter in einem Topf schmelzen. Mehl einrühren und kurz anschwitzen. Milch unter ständigem Rühren mit dem Schneebesen angießen (ACHTUNG: dickt extrem schnell an!) aufkochen und Brühe einrühren. Ca. 5 Minuten köcheln lassen. Mit etwas Salz, Pfeffer und Muskatnuss abschmecken.

Vier Brotscheiben mit je einer Scheibe Schinken und Käse belegen und mit den übrigen Brotscheiben bedecken. 2 EL Butter portionsweise in einer beschichteten Pfanne erhitzen. Croques darin portionsweise von jeder Seite ca. 3 Minuten braten und warm stellen.

In einer zweiten Pfanne 1 EL Butter erhitzen und die Eier darin zu Spiegeleiern braten. Mit Salz und Pfeffer würzen. Croques auf Teller verteilen und die Soße und Eier darauf verteilen.

Und Futtern solange es warm ist. 🙂

CroqueMadamme01

Burger mal anders…

Der Sommer ist ja nun wirklich, richtig vorbei. Gestern hab ich meinen Garten endlich winterfest gemacht, Große Pflanzenkübel mit Luftpolsterfolie, Hanf-Säcken und Kokosmatten eingewickelt, einige Pflanzen ins Treppenhaus gestellt, das letzte Laub eingekehrt und meine Gartenmöbel in Überzüge gepackt. Jetzt ist alles Bereit für den Winterschlaf. Leider auch unser Grill. Ich bin voll der Barbaque-Fan, deshalb gab es dieses Jahr im Sommer zu meinem Geburtstag auch Spare-Ribs vom Grill. (Mega Tipp an dieser Stelle mal: Nach dem Grillen, die Spare-Ribs noch in einen Dampfgar-Topf legen…eigentlich nur zum Warmhalten. Aber nach etwa 15-20 min ist das Fleisch so zart, dass es fast von alleine von den Knochen rutscht!)
Zurück zum Thema. Unser Grill ist schon seit Wochen in seine Schutzfolie gehüllt, aber wir hatten noch Würstchen im Tiefkühlfach. Da wir da mal letztens Platz brauchten, aber es zum Grillen einfach schon zu kalt ist, hab ich daraus mal Burger gemacht.

Würstchenburger
Rezept von lecker.de

für 6 Burger

  • 1 Bund Radieschen
  • 1 Bund Lauchzwiebel
  • 1 kl Schale Krautsalat
  • Salz und Pfeffer
  • 2-3 EL Öl
  • 2 pack Nürnberger Würstchen oder 6 frische Bratwürstchen
  • 6 Brötchen
  • Sour Cream

Radieschen und Lauchzwiebel putzen und waschen. Radieschen in Stücke, Lauchzwiebel in Ringe schneiden. Krautsalat, Radieschen und Lauchzwiebel vermischen, mit Salz und Pfeffer würzen.
Öl in einer Pfanne erhitzen. Würstchen darin ca. 2 Minuten pro Seite goldbraun braten. Brötchen aufschneiden und mit Krautsalat und Würstchen füllen. Sour Cream dazu servieren und genieeeeeeeßen.

Wenn der Teig einen verlässt

Wurdet ihr schon mal von Lebensmitteln verarscht? Ich meine nicht, dass etwas anderes drin war als draufstand o.ä. Nein, richtig veräppelt. So passiert vor 2 Wochen in meiner Küche.

Die Fakten:
Mein liebes Männlein hat die Angewohnheit sich was zu essen zu wünschen, was ich noch nie gemacht hab. Find ich super, an Herausforderungen wächst man ja bekanntlich, und ich bin halt erst 1,65m…vielleicht geht da noch was.
Diesmal sollten es selbstgemachte Hefeklöße mit Heidelbeeren sein.

KANN JA NICHT SO SCHWER SEIN!!!

Wie am ersten April:
Zutaten eingekauft, Hefeteig zubereitet, 45min lang an einem warmen Ort ziehen lassen. Und was war? Nix, Teig hat sich sowas von gar nicht vergrößert. Mittlerweile war es bereits 19.30, Mann hat Hunger, und bei mir bahnten sich leichte Aggressionen ihren Weg an die Oberfläche. Ok, egal, hab noch genug zutaten und Hefe für einen zweiten Versuch. Also das ganze, mit gefühlt mehr Sorgfalt noch einmal zusammengemischt, 45-1h an einem warmen Ort ziehen lassen. Und was war? NIX!!!!!!!! Was soll ich sagen…es gab an diesem Abend keine Hefeklöße. da ich kürzlich in Polen war, hatte ich noch fertige Kopytka im Kühlschrank. War auch ok, aber der Schmerz saß tief.

3h später auf dem Weg ins Bad bin ich nochmal kurz in die Küche um wenigstens den Teig zu entsorgen, greife zu der ersten Schüssel und da springt mir eine Hefeteig quasi entgegen, man glaubt es nicht. der hatte sich nicht verdoppelt, der hatte sich verdreifacht!!!!! Und in der anderen Schüssel…das Gleiche!!! Ich dachte ich steh im Wald. Und der Mann? „Och, so soll der aussehen? Joa, so sah der schon vor 2 Stunden aus…“
Ich lasse das mal unkommentiert.

Die Klöße gabs dann einen Tag später…Hefeteig hält sich nämlich wunderbar im Kühlschrank.

Hefeklöße mit Heidelbeeren
Das Rezept ist von Dr. Oetker

  • 125ml Milch
  • 50g Butter oder Margarine
  • 300g Weizenmehl
  • 1 Pck Trockenhefe
  • 50g Zucker
  • 1 Pck Vanillezucker
  • 1 TL Salz
  • 1 Ei – zimmertemperatur, Größe M

Für die Heidelbeesauce

  • 2 Pck eingefrorene Heidelbeeren
  • 2-3 EL braunen Zucker
  • 2-3 EL Speisestärke
  • eine Prise Zimt
  • Milch in einem kleinen Topf erwärmen und Butter oder Margarine darin zerlassen. Mehl mit Trockenhefe in einer großen Schüssel sorgfältig vermischen. Restliche Zutaten und die lauwarme Milch-Fett-Mischung hinzufügen.
    Die Zutaten mit einem Handrührgerät mit Knethaken kurz auf niedrigster, dann auf höchster Stufe in etwa 5 Min. zu einem glatten Teig verarbeiten. Den Teig zugedeckt so lange an einem warmen Ort gehen lassen, bis er sich sichtbar vergrößert hat (etwa 90min !!!! Wie ich jetzt weiß!!!).
    Den Teig leicht mit Mehl bestreuen, aus der Schüssel nehmen und auf der leicht bemehlten Arbeitsfläche nochmals kurz durchkneten. Den Teig zu einer Rolle formen, die Teigrolle in 8 gleichmäßige Stücke schneiden, mit bemehlten Händen zu Klößen formen und auf ein bemehltes Brett legen. Die Klöße an einem warmen Ort nochmals ca 15min gehen lassen, bis sie sich sichtbar vergrößert haben.
    Ein Tuch straff über einen möglichst breiten Topf mit kochendem Wasser spannen, es an den Topfgriffen fest binden, mit Mehl bestreuen, die Klöße darauf legen und den Deckel drauf legen. Ich bin im Besitz eines Dampfgar-Topfes mit Einsatz, hab aber dennoch ein Tuch drüber gespannt, daran bleiben die Klöße nachher nicht so hängen.
    Die Klöße bei mittlerer Hitze in 15–20 Min. garen. zur Garprobe mit einem Holzstäbchen in die Klöße stechen, es darf kein Teig mehr daran kleben.

    Wie ihr auf meinen Bildern erkennen könnt, sind meine Klöße geplatzt. Sollen sie eigentlich nicht. Aber ich hab bisher keine Ahnung warum oder wie man das verhindern kann. Geschmeckt haben Sie trotzdem phenomenal gut.

    Für die Heidelbeersauce die gefrorenen Heidelbeeren gefroren in einen Topf geben und bei mittlerer Hitze auftauen lassen. Dabei entsteht reichlich Saft. In ein Glas die Speisestärke mit etwas Saft aus dem Topf (sollte schon gut heiß sein, aber nicht kochend!) gründlich vermischen. Sollte soviel Saft sein, dass es gut flüssig bleibt. Wenn die Heidelbeeren in ihrem Saft anfangen zu kochen, den Zucker einrühren und unter rühren leicht köcheln lassen. Den Zimt einmischen. Die Speisestärken-Mischung einrühren und noch einen Moment unter rühren weiterköcheln, bis die Soße andickt.

Die besten Dinge kommen vom Land….

Also wir Zwei ja schon auf jeden Fall;)

Bei Goldhochzeit, Schützenfest oder Scheunenfete muss es nicht immer Bier, Wein und Hugo sein….seit kurzem gibt es in meinem Heimatdorf überall Rhabarber.

Rhabarberschnaps oder -Likör genannt, gibt es nicht zu kaufen (hab ich zumindest noch nirgendwo gesehen) aber ist ganz einfach selbst herzustellen.

Ihr braucht dazu:

0,7l Rhabarbersaft (gibt es im Reformhaus)

300ml Korn (geht auch mit Wodka)

6 Päckchen Vanillezucker

Und so geht es:
In eine saubere große Plastikflasche den Vanillezucker einfüllen, den Alkohol aufgießen und zuletzt den Rhabarbersaft. Anschließend gut schütteln, bis sich der Zucker komplett gelöst hat.
Nun in eine Glasflasche umfüllen und kalt stellen.
Prost!
Rhabarber, Rhabarber….ich sch*** auf dein Gelaber…..

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