Back on earth

Meine Lieben, es ist eine gefühlte Ewigkeit her, dass hier etwas passiert ist. Das hat mehrere Gründe, mit denen ich Euch hier nicht langweilen möchte. Die zwei Wichtigsten: Zum einen waren Christine – die zweite Autorin hier – und ich damit beschäftigt nebenbei ein Gewerbe zum Thema Backmischungen aufzubauen. Mittlerweile ist MixMyCake.com alleine Christines Baby geworden, da ich in der Zwischenzeit mein eigenes bekommen habe. 🙂

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Es ist doch sehr erstaunlich, dass man als arbeitender Erdenbürger mehr Zeit hat alles zu erledigen was man so auf dem Schirm hat, als dann, wenn man Eltern geworden ist. Es gibt tausend Dinge zu erfahren, zu lernen, zu besorgen, zu organisieren, zu kümmern und und und. Seit ich zuhause bin, auch schon in der Schwangerschaft, ist kaum ein Tag vergangen, an dem mir langweilig war.
Leider ist das Kreative und das Köstliche aus dem Ofen dabei etwas auf der Strecke geblieben, somit gibt es in diesen Bereichen auch tatsächlich kaum Neues zu berichten.
Aber ich möchte meine neue Lebenssituation mit denen, die es interessiert hier nun teilen und allen die uns nacheifern wollen – und glaubt mir, Eltern werden ist auf jeden Fall nachahmenswert … gehet hin und paaret euch! – möchte ich auf diesem Wege immer mal ein paar Dinge auf den Weg geben, die wir manchmal etwas schmerzlich aber teils auch einfach so erfahren und erleben durften, einfach weil man in diesem exclusiven Club erst Mitglied wird, wenn man drin ist. Keinen Tag vorher aber auch keinen Tag später. Niemand kann vorher verstehen was das aus einem macht und was sich ändert. Da ich gerade aus gegebenem Anlass wieder daran erinnert wurde, wie unwissend man vor dem ersten Kind ist, wie ahnungslos und teilweise auch etwas naiv und blauäugig, hab ich mir gedacht dass ich in nächster Zeit hier ein paar Beiträge beisteuere im weitesten Sinne zum Thema Baby. Gibt es sicherlich irgendwo in den unendlichen Weiten mehrfach – und keine Angst, dieser Blog wird sicherlich nicht zu einem Mutti-Blog mutieren – aber jeder macht seine eigenen Erfahrungen. Muss man ja auch. Aber ein paar gut gemeinte Tipps sind immer gut. Und jeder zieht sich ja letztendlich nur die Essenz, die man sich ziehen möchte.

Oh mann, wo fängt man da blos an…na jut…

Phase 1: Wie überlebe ich die ersten Monate der Schwangerschaft ohne bleibende Schäden?

Für die werdende Mama:
WOW, du bist schwanger, vielleicht auch schon über die ersten drei Monate – das erste Trimester – hinaus. Dann haste fürs erste die erste Strafe bereits hinter dir. Viele sagen, die ersten drei Monate sind die Schlimmsten…naja, sie sind vielleicht schlimm, aber das Schlimmste kommt zum Schluss („Hinten ist die Ente dick“ „Hinten hebt die Kuh den Schwanz“ … danke Schatz für diese wahrlich wertvollen Schätze der deutschen Redensart!). Also lehnt euch zurück, genießt nun die Morgen ohne Übelkeit, ohne Bauchkneifen, ohne plötzliche Migräneanfälle oder ähnlich fiese Beklopptheiten, die Frau in den ersten 12 Wochen der Schwangerschaft durchmachen darf. Ich bin zum Glück fast davon verschont geblieben, lediglich ein zwei mal war die Kotzerei mein Begleiter. Und jetzt benutze ich den Satz den ich in den nächsten Beiträgen wahrscheinlich recht inflationär benutzen werde: Jede ist da anders! Da gibt es also kein allround Geheimrezept wie man alle nervigen Begleiterscheinungen los wird.
Die ersten zwölf Wochen sind in dem Sinne ja auch noch nicht der sichere Hafen. Da kann noch alles passieren. Nochmal: Entspannt euch, lehnt euch zurück und wartet ab. Man sagt, danach ist der Drops gelutscht und Frau ist an der sicheren ersten Base angekommen. Aus diesem Grund wird es auch empfohlen bis Ende des ersten Trimesters zu warten, bis man seine Umwelt mit dieser frohen Nachricht beglückt. Mir ist das seeeeeeehr schwer gefallen muss ich zugeben. Ich wollte mein Glück rausbrüllen und jedem davon erzählen. Ich war so stolz und glücklich…ein paar eingeweihte gab es dann ja doch. Meine Mama zum Beispiel… ich denke jede Frau braucht eine andere Frau, mit der sie diese ungewisse Zeit durchlebt. Die ihr auch beisteht und sie unterstützt und mit Rat und Tat zur Seite steht…wenn es nötig ist. Ich bin auch der Meinung das der männliche Part nicht immer unbedingt der richtige Ansprechpartner ist…

…womit wir beim werdenden Papa wären:
Folgendes ist natürlich recht subjektiv aus meiner Sicht…also fallt jetzt nicht gleich wie die Aasgeier über mich her, denn auch hier gilt: Jeder ist da anders!
Liebe werdende Papis. Das ist jetzt der Moment in dem bei eurer Liebsten die Hormonproduktion anfängt richtig auf Hochtouren zu arbeiten. Sie weint wenn ihr Lieblingsmüsli alle ist, sie isst Nutella mit Senfgurken, sie kann die heimliche Feierabend-Zigarette noch Stunden später in deinen Haaren riechen, und dann weint sie wieder…warum ist eigentlich völlig irrelevant! Wenn ihr recht glimpflich durch die nun folgenden Restmonate dieser rasanten Hormonfahrt kommen wollt ist die Devise folgende und diese sollte zu Eurem alltäglichen Mantra werden: Ich habe Verständnis. Ich liebe Sie, denn sie wird die Mutter meines Sprösslings. Ich sage ihr oft – aber nicht so oft dass es unrealistisch wird – wie toll sie aussieht und wie sie von Tag zu Tag mehr strahlt. Wenn sie um 23Uhr Bock auf Königsberger-Klopse in Kapernsauce hat, dann fahre ich los und versuche wenigstens dieses Wunder zu vollbringen, auch wenn ich weiss, dass sie da eh keinen Appetit mehr drauf hat, sollte ich es dann tatsächlich anschleppen…nein, dann werde ich auch nicht böse sondern kehre zurück zu Punkt 1 meines Mantras. Solange sie noch auf dem Bauch liegen kann massiere ich sie wann sie es will, wo sie es will und wie lange sie es will, egal ob meine Hände schmerzen, die Geburt wird schlimmer sein. 🙂
Wenn ihr das im weitesten Sinne befolgt, sollte eigentlich nichts schief gehen. Voll easy peasy!!

…und bei Wasser in den Beinen helfen Erdbeeren!! 🙂

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