Juli 2016 archive

Ich Öko, du Öko, wir Öko! I like!

Seit einigen Monaten, um genau zu sein seit der Fastenzeit vor Ostern diesen Jahres, machen wir uns hier in meiner kleinen Familie etwas aktiver Gedanken darüber ob und wie wir unsere alltäglichen Handgriffe, Gewohnheiten, Lebensmittel oder Produkte ein bisschen zeitgemäßer und bewusster verwenden können. Seit vielen Jahren beziehen wir bereits den Naturstromtarif unseres Energieanbieters und unterstützen so mit einem kleinen Beitrag den Ausbau und die reine Verwendung von regenerativen Energiequellen. Aber damit fängt es eigentlich erst an, auch ohne großen Aufwand oder riesige Umstellungen, die ja die meisten Leute scheuen – Veränderung bedeutet ja bekanntlich immer meeeeega viel Aufwand. Kaum einer kommt ja drauf, dass es vielleicht auch Spaß macht, seine Weste ein bisschen weißer zu machen. Mit jeder kleinen Kleinigkeit, die ich nicht nur einmal, sondern regelmäßig im Hinblick auf Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein bei uns verändere, bin ich stolz und glaube ganz fest, dass ich auch damit ein kleines Vorbild sein kann für andere, die dafür offen sein wollen. Und ich bin sicherlich kein fanatischer Öko, der sein Waschbecken- und Waschmaschinenabwasser in Eimern auffängt, um es für die Klospülung zu benutzen…bitte nicht. Ich rede eher von Dingen, die ganz einfach sind.
Einige Anwendungsbeispiele:
– Seit einigen Monaten verzichten wir bei uns komplett auf die Papier-Küchenrollen. Meiner Meinung nach verursachen wir damit wirklich nur unnötigen Müll, da ich alles auch mit einem auswaschbaren und wiederverwendbaren Lappen (Microfaser) auf oder abwischen kann. Einmal die Woche schmeisse ich ihn in die Waschmaschine und er ist quasi wieder hygienisch sauber und fast wie neu.
– Recycling-Müllbeutel und Kompostierbare Kotbeutel für die Gassirunden mit dem Hund.
– Da ich einfach nicht akzeptieren möchte, dass Tiere für mein Wohlergehen leiden müssen, benutzen wir – wenn bezahlbar oder überhaupt vorhanden – vegane Pflegeprodukte. Wo wir bereits dauerhaft umgestellt haben, sind Shampoo/Conditioner und Duschbad – auch für die Kleine Maus. Da gibts ganz tolle Produkte von Jean & Len (auch für Kinder) oder alverde. Zusätzlich zum Tierversuchsaspekt sind da auch weniger chemische Inhaltsstoffe drin, die ja auch gar nicht nötig sind, um sauber zu werden, zu pflegen und gut zu riechen.
– Da wir die Fastenzeit über auf Fleisch komplett verzichtet haben, um einfach wieder ein bisschen bewusster Fleisch zu essen – Experiment hat übrigens geklappt, ist echt was hängengeblieben -, haben wir hier auch umgestellt. Zum einen verzichte ich weitestgehend auf den Kauf von Fleisch aus herkömmlichen Mastbetrieben, heisst ich kaufe so gut wie nur noch Bio-Qualität, am liebsten auch deklariert aus der Region. Gleiches gilt für Milch und Milchprodukte. Bei Obst & Gemüse versuche ich immer dann das zu verarbeiten, was auch tatsächlich gerade saisonal aus der Region zu bekommen ist – sprich, wenn es keine Spargelzeit ist (Mai-Juni), dann gibts auch keinen Spargel und fertig!

Nun hab ich ein weiteres Produkt entdeckt, das für uns immer noch interessant ist – Windeln. Einige werden jetzt vllt sagen, um nicht so viel Müll zu verursachen gibt es ja andere Möglichkeiten wie das sogenannte „abhalten“ des Kindes oder Öko-Windeln zum auswaschen. Jeder kann das ja halten wie er mag, aber das ist einfach nix für mich. Ich finde wickeln ist ein unausweichliches Übel und ich muss mich dem Thema nicht jeden Abend beim „auskochen“ wieder stellen. Auch das Abhalten ist mir schlicht und einfach zu anstrengend.

Die Firma LILLIDOO hat einen ersten Mittelweg gefunden und ich muss sagen, ich finde den sehr gelungen. Sie stellen Windeln und Feuchttücher her, die parfumfrei, ohne PEG-Emulgatoren und Parabenen sind. Ausserdem sind dort auch keine Hormonaktiven Substanzen, Chlore oder Phthlatae (das kriege ich noch nicht mal richtig ausgesprochen!) zu finden. Damit minimieren Sie das Allergierisiko immens. Die Hautverträglichkeit ist dermatologisch getestet, demnach ist auch bewiesen, dann man den ganzen chemischen Quatsch auch gar nicht braucht, um die gewünschten Effekte zu erzielen. Damit nicht genug, denn zusätzlich dazu werden die Produkte Tierversuchsfrei (mit dem crueltyfree-Label versehen) und ohne tierische Inhaltsstoffe, also vegan, hergestellt. Und weil das ganze bitteschön auch noch fair sein soll, wird nicht irgendwo in Korea, sondern in Deutschland, bzw. der EU, produziert. UND: die Feuchttücher und die Aussenverpackungen sind kompostierbar. Als ich das alles gelesen hab, war ich völlig begeistert und habe mir direkt das Testpaket mit 10 Windeln und einer kleinen Packung Feuchttücher bestellt. Die Windeln gibt es in drei Designs im praktischen Abo zu bestellen. Nähere Informationen dazu gibts hier: LILLIDOO

Fazit: Nach dem Auspacken hab ich erstmal dran gerochen. Muss sagen, ich dachte es würde quasi nach nix riechen, aber die Windeln riechen leicht, aber wonach..schon ein bisschen chemisch, aber irgendwie anders. Bei den Feuchttüchern verhält es sich ähnlich. Man kann bei beidem nicht sagen, dass sie geruchsfrei sind, aber auf jeden Fall viel weniger als bei herkömmlichen Windeln und Tüchern aus dem Supermarkt. Das Material, sowohl bei den Windeln als auch bei den Feuchttüchern, ist sehr angenehm und textilähnlich.
Nachdem meine Kleine einen ganzen Nachmittag und Abend extrem viel Durst hatte war der Moment für den Härtetest gekommen. Die LILLIDOO Windel hält die ganze Nacht und läuft nicht aus. Charlotte wälzt sich viel rum und selbst bei ordentlichem Druck auf den Popo kommt an den Seiten nix raus. Ich war ganz begeistert und warte nun auf mein erstes reguläres Abo-Paket.

© Bilder – Lillidoo

Grün, grün, grün sind alle meine Spargel…

Ich habe echt Gefallen an grünem Spargel gefunden. Dass er mir gut schmeckt fällt mir leider meistens erst dann ein, wenn die Spargelzeit gerade so vorbei ist und man kaum noch welchen kriegt.
Diesmal war es wieder kurz vor knapp. Sehr leckere Variante meines ach so geliebten Risottos, diesmal halt mit grünem Spargel und Scampis.

Risotto mit grünem Spargel und Scampis

  • 200g Risottoreis
  • 2 Schalotten
  • 1 Knoblauchzehe
  • 40g Butter
  • 100ml Weißwein
  • 400ml Hühnerbrühe (könnte auch etwas mehr sein)
  • ca. 50g Parmesan
  • Olivenöl, Chilli-Pulver, Salz, Pfeffer & Muskat
  • 1 Packung TK Scampis, geschält und gekocht, aufgetaut
  • 1 Bund grüner Spargel

Die Schalotten und Knofi schälen, fein hacken und in einem mittelgroßen Topf in 1 EL Butter andünsten, bis die Schalotten glasig sind. Den Reis dazugeben und kurz mitdünsten. Das Ganze nach etwa 2-3 Minuten mit dem Weißwein ablöschen und den Geflügelfond zugeben. Den Reis etwa 12-15 Minuten unter ständigem Rühren schwach köcheln lassen (bis er gar ist). Evtl immer mal wieder ein wenig brühe oder Wein zugießen. Es sollte sich eine homogene Masse bilden, aber auch nicht so trocken sein, dass der Reis schnell anbrennt. Danach den Topf vom Herd nehmen und die restliche Butter und den Parmesan unterrühren. Mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken,
Spargel in ca. 2cm lange Stücke schneiden und am Fuß 1cm abschneiden. Scampis abwaschen, mit Salz Pfeffer und Chilli würzen. In einer Pfanne Öl erhitzen un die Scampis darin rundherum ca 5min anbraten – auf jeden Fall solange bis sie bereits an den Kanten leicht braun angebraten sind. Dann für 2-3min den Spargel hinzugeben und mitbraten.
Das Risotte auf einem Teller oder in einer Schale mit den Scampis und dem Spargel anrichten.

Neue Lieferung von „Mucki’s little things“

im vorletzten Beitrag hab ich Euch das schöne Nählabel für Kids von meiner Freundin Maren vorgestellt – Mucki’s little things. Maren verwendet für alle Produkte ausschließlich Bio-Stoffe die mit einem Öko-Siegel zertifiziert sind. Ohne Giftstoffe oder sonstigen Kram, der da nix drin verloren hat. Und da ihr Kopf vor Ideen nur so überquillt und die Nähnadel niemals stillstehen darf, hat sie Ihr Sortiment erweitert…es sind nun Pumphosen und schön luftige Shirts für Kiddies dazugekommen. Ich habe mich als kleine möchtegern Rocker-Mama direkt in den Totenkopf- und Zuckerschädel-Stoff verknallt, sowas kriegen wir Freunde recht exklusiv vorab mal zur Ansicht zugeschickt. Lustigerweise hat sie den Stoff diesmal Probeweise bereits verarbeitet und bei Facebook vorgestellt, den link dahin findet ihr unten. Auf jeden Fall habe ich direkt ne Hose und nen Shirt bestellt und zusätzlich auch noch zwei neue Mützen – scheinbar wächst Charlottes Kopf schneller als erwartet. Keine 15 min später bekomme ich eine Nachricht von Lottis Papa, dass wir unbedingt so ein Shirt mit den Totenköpfen brauchen. 🙂
Und das habe ich bekommen, bin ganz verliebt. Und alles so liebevoll arrangiert und verpackt.

Hier gehts zum Beitrag von Muckis Little things und der aktuellen Stoffkollektion:

Thüringen kann asiatisch

Als ich vor ein paar Wochen in thüringischen Ilmenau im Hotel Tanne war, musste ich feststellen, dass nicht alle thüringer Köche ihr Allerheiligstes zubereiten können. Mit Inbrunst und vollster Überzeugung bestellte ich am ersten der beiden Abende, die wir dort aßen, die Rinderroulade mit echten Thüringer Klößen und Rotkraut. Es war enttäuschend. Die Klöße, auf die ich mich schon seit Wochen gefreut hatte, schmeckten wie rohe Kartoffeln. Und ich weiß wie Klöße zu schmecken haben. Ich gehöre mittlerweile zu einer thüringischen Familie, die dieses wunderbare Handwerk auch umsetzen können. Aber da…was soll ich sagen…ich habs an die Küche weitergegeben…dabei bin ich eigentlich nicht so jemand, der am Essen im Restaurant rum mäkelt. Ich weiß nämlich selber, wie schwer es ist diese Klöße traditionell zuzubereiten…bei mir gabs dann rohe Kartoffelsuppe. 🙁
Aber, um hier nicht komplett den Heinz Horrmann raushängen zu lassen: die Suppe, die ich als Vorspeise bestellt hatte…ich sage Euch: FANTASTISCH!!! So gut, dass ich sie am nächsten Abend direkt nochmal bestellt habe und sie dann auch zu Hause versucht habe nachzukochen. Es war zwar nicht die Suppe, wie im Hotel, aber dennoch sehr lecker. Also kommt hier nun meine Version der

Kokos-Curry Suppe

  • 2 große Putenschnitzel
  • 1 daumengroßes Stück Ingwer
  • gemahlene Chili
  • Koriander
  • Kurkuma
  • Currypulver
  • Sojasauce
  • 1 Dose Kokosmilch
  • ca. 1TL rote Currypaste
  • ca. 1L Gemüsebrühe
  • 1 rote paprika
  • 3 Möhren
  • 1 große Zwiebel
  • Limettensaft
  • Salz, Pfeffer
  • 4 Holzspieße

Die Paprika, Möhren und die Zwiebel würfeln bzw in Scheiben schneiden, auf jeden Fall klein, es wird später eh alles noch püriert. Fleisch in ca 1cm dicke Scheiben schneiden und gleichmäßig auf die Holzspieße aufstecken. Den Ingwer schälen – hier gibts einen Tip von mir, schaut dazu mal unten – und sehr fein würfeln. Einen Suppentopf auf mittlerer Hitze erhitzen, die Zwiebeln in etwas Olivenöl glasig dünsten, nach ein paar Minuten den Ingwer hinzugeben und kurz mitdünsten. Danach die Paprika und die Möhren zugeben und auch ein paar Minuten anbraten. Alles mit den Gewürzen großzügig würzen. Mit der Gemüsebrühe und der Kokosmilch ablöschen und aufkochen. Currypaste hinzugeben. Ca 15min auf kleiner Flamme köcheln lassen. Wenn das Gemüse komplett weich gekocht ist mit dem Pürierstab alles gründlich durch pürieren – die Suppe sollte nur leicht sämig werden, nicht richtig dick. Alles mit Salz und Pfeffer, Sojasauce und den bereits verwendeten Gewürzen abschmecken. Währenddessen in einer Pfanne die Fleischspieße in heißem Öl kräftig anbraten. Noch einmal abschmecken und evtl. etwas Limettensaft noch hinzugeben. In kleinen Schalen mit dem Fleischspieß in der Suppe servieren.

Tip zum Ingwer schälen
Bevor ihr beim Ingwer zum Sparschäler greift, nehmt lieber einen ganz stinknormalen Esslöffel und „kratzt“ die Schale vom Ingwer mit der Spitze des Löffels über dem Waschbecken ab. Das bewirkt, dass ihr viel weniger Verlust an verwertbarem Ingwer habt.

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