November 2013 archive

Burger mal anders…

Der Sommer ist ja nun wirklich, richtig vorbei. Gestern hab ich meinen Garten endlich winterfest gemacht, Große Pflanzenkübel mit Luftpolsterfolie, Hanf-Säcken und Kokosmatten eingewickelt, einige Pflanzen ins Treppenhaus gestellt, das letzte Laub eingekehrt und meine Gartenmöbel in Überzüge gepackt. Jetzt ist alles Bereit für den Winterschlaf. Leider auch unser Grill. Ich bin voll der Barbaque-Fan, deshalb gab es dieses Jahr im Sommer zu meinem Geburtstag auch Spare-Ribs vom Grill. (Mega Tipp an dieser Stelle mal: Nach dem Grillen, die Spare-Ribs noch in einen Dampfgar-Topf legen…eigentlich nur zum Warmhalten. Aber nach etwa 15-20 min ist das Fleisch so zart, dass es fast von alleine von den Knochen rutscht!)
Zurück zum Thema. Unser Grill ist schon seit Wochen in seine Schutzfolie gehüllt, aber wir hatten noch Würstchen im Tiefkühlfach. Da wir da mal letztens Platz brauchten, aber es zum Grillen einfach schon zu kalt ist, hab ich daraus mal Burger gemacht.

Würstchenburger
Rezept von lecker.de

für 6 Burger

  • 1 Bund Radieschen
  • 1 Bund Lauchzwiebel
  • 1 kl Schale Krautsalat
  • Salz und Pfeffer
  • 2-3 EL Öl
  • 2 pack Nürnberger Würstchen oder 6 frische Bratwürstchen
  • 6 Brötchen
  • Sour Cream

Radieschen und Lauchzwiebel putzen und waschen. Radieschen in Stücke, Lauchzwiebel in Ringe schneiden. Krautsalat, Radieschen und Lauchzwiebel vermischen, mit Salz und Pfeffer würzen.
Öl in einer Pfanne erhitzen. Würstchen darin ca. 2 Minuten pro Seite goldbraun braten. Brötchen aufschneiden und mit Krautsalat und Würstchen füllen. Sour Cream dazu servieren und genieeeeeeeßen.

Wenn der Teig einen verlässt

Wurdet ihr schon mal von Lebensmitteln verarscht? Ich meine nicht, dass etwas anderes drin war als draufstand o.ä. Nein, richtig veräppelt. So passiert vor 2 Wochen in meiner Küche.

Die Fakten:
Mein liebes Männlein hat die Angewohnheit sich was zu essen zu wünschen, was ich noch nie gemacht hab. Find ich super, an Herausforderungen wächst man ja bekanntlich, und ich bin halt erst 1,65m…vielleicht geht da noch was.
Diesmal sollten es selbstgemachte Hefeklöße mit Heidelbeeren sein.

KANN JA NICHT SO SCHWER SEIN!!!

Wie am ersten April:
Zutaten eingekauft, Hefeteig zubereitet, 45min lang an einem warmen Ort ziehen lassen. Und was war? Nix, Teig hat sich sowas von gar nicht vergrößert. Mittlerweile war es bereits 19.30, Mann hat Hunger, und bei mir bahnten sich leichte Aggressionen ihren Weg an die Oberfläche. Ok, egal, hab noch genug zutaten und Hefe für einen zweiten Versuch. Also das ganze, mit gefühlt mehr Sorgfalt noch einmal zusammengemischt, 45-1h an einem warmen Ort ziehen lassen. Und was war? NIX!!!!!!!! Was soll ich sagen…es gab an diesem Abend keine Hefeklöße. da ich kürzlich in Polen war, hatte ich noch fertige Kopytka im Kühlschrank. War auch ok, aber der Schmerz saß tief.

3h später auf dem Weg ins Bad bin ich nochmal kurz in die Küche um wenigstens den Teig zu entsorgen, greife zu der ersten Schüssel und da springt mir eine Hefeteig quasi entgegen, man glaubt es nicht. der hatte sich nicht verdoppelt, der hatte sich verdreifacht!!!!! Und in der anderen Schüssel…das Gleiche!!! Ich dachte ich steh im Wald. Und der Mann? „Och, so soll der aussehen? Joa, so sah der schon vor 2 Stunden aus…“
Ich lasse das mal unkommentiert.

Die Klöße gabs dann einen Tag später…Hefeteig hält sich nämlich wunderbar im Kühlschrank.

Hefeklöße mit Heidelbeeren
Das Rezept ist von Dr. Oetker

  • 125ml Milch
  • 50g Butter oder Margarine
  • 300g Weizenmehl
  • 1 Pck Trockenhefe
  • 50g Zucker
  • 1 Pck Vanillezucker
  • 1 TL Salz
  • 1 Ei – zimmertemperatur, Größe M

Für die Heidelbeesauce

  • 2 Pck eingefrorene Heidelbeeren
  • 2-3 EL braunen Zucker
  • 2-3 EL Speisestärke
  • eine Prise Zimt
  • Milch in einem kleinen Topf erwärmen und Butter oder Margarine darin zerlassen. Mehl mit Trockenhefe in einer großen Schüssel sorgfältig vermischen. Restliche Zutaten und die lauwarme Milch-Fett-Mischung hinzufügen.
    Die Zutaten mit einem Handrührgerät mit Knethaken kurz auf niedrigster, dann auf höchster Stufe in etwa 5 Min. zu einem glatten Teig verarbeiten. Den Teig zugedeckt so lange an einem warmen Ort gehen lassen, bis er sich sichtbar vergrößert hat (etwa 90min !!!! Wie ich jetzt weiß!!!).
    Den Teig leicht mit Mehl bestreuen, aus der Schüssel nehmen und auf der leicht bemehlten Arbeitsfläche nochmals kurz durchkneten. Den Teig zu einer Rolle formen, die Teigrolle in 8 gleichmäßige Stücke schneiden, mit bemehlten Händen zu Klößen formen und auf ein bemehltes Brett legen. Die Klöße an einem warmen Ort nochmals ca 15min gehen lassen, bis sie sich sichtbar vergrößert haben.
    Ein Tuch straff über einen möglichst breiten Topf mit kochendem Wasser spannen, es an den Topfgriffen fest binden, mit Mehl bestreuen, die Klöße darauf legen und den Deckel drauf legen. Ich bin im Besitz eines Dampfgar-Topfes mit Einsatz, hab aber dennoch ein Tuch drüber gespannt, daran bleiben die Klöße nachher nicht so hängen.
    Die Klöße bei mittlerer Hitze in 15–20 Min. garen. zur Garprobe mit einem Holzstäbchen in die Klöße stechen, es darf kein Teig mehr daran kleben.

    Wie ihr auf meinen Bildern erkennen könnt, sind meine Klöße geplatzt. Sollen sie eigentlich nicht. Aber ich hab bisher keine Ahnung warum oder wie man das verhindern kann. Geschmeckt haben Sie trotzdem phenomenal gut.

    Für die Heidelbeersauce die gefrorenen Heidelbeeren gefroren in einen Topf geben und bei mittlerer Hitze auftauen lassen. Dabei entsteht reichlich Saft. In ein Glas die Speisestärke mit etwas Saft aus dem Topf (sollte schon gut heiß sein, aber nicht kochend!) gründlich vermischen. Sollte soviel Saft sein, dass es gut flüssig bleibt. Wenn die Heidelbeeren in ihrem Saft anfangen zu kochen, den Zucker einrühren und unter rühren leicht köcheln lassen. Den Zimt einmischen. Die Speisestärken-Mischung einrühren und noch einen Moment unter rühren weiterköcheln, bis die Soße andickt.

Die besten Dinge kommen vom Land….

Also wir Zwei ja schon auf jeden Fall;)

Bei Goldhochzeit, Schützenfest oder Scheunenfete muss es nicht immer Bier, Wein und Hugo sein….seit kurzem gibt es in meinem Heimatdorf überall Rhabarber.

Rhabarberschnaps oder -Likör genannt, gibt es nicht zu kaufen (hab ich zumindest noch nirgendwo gesehen) aber ist ganz einfach selbst herzustellen.

Ihr braucht dazu:

0,7l Rhabarbersaft (gibt es im Reformhaus)

300ml Korn (geht auch mit Wodka)

6 Päckchen Vanillezucker

Und so geht es:
In eine saubere große Plastikflasche den Vanillezucker einfüllen, den Alkohol aufgießen und zuletzt den Rhabarbersaft. Anschließend gut schütteln, bis sich der Zucker komplett gelöst hat.
Nun in eine Glasflasche umfüllen und kalt stellen.
Prost!
Rhabarber, Rhabarber….ich sch*** auf dein Gelaber…..

Polnische Waffeln

Zu Allerheiligen war ich seit vier Jahren das erste mal wieder bei meiner Familie in Polen. Für alle, die es nicht wissen: Allerheiligen wird in Polen sehr gefeiert, nach Weihnachten und Ostern ist das der nächste wichtige Feiertag. Die Polen kaufen wie die bekloppten Chrysanthemen und Friedhofskerzen und bereisen das ganze Land, um ihre Verstorbenen auf den zahlreichen Friedhöfen zu besuchen und ihnen zu gedenken. Auf das Grad von jeder nahen, verstorbenen Seele wird mindestens ein Kerze gestellt und angezündet. Auf die Gräber der nahesten Verstorbenen stellt man zusätzlich auch noch die Blumen. Wer mag kann in diesem Moment der Besinnung ein Gebet sprechen, ich bin da doch eher weniger pathetisch und denke entweder an vergangene Situationen mit der Person, oder an Geschichten über denjenigen. Manch einer wird sich jetzt wahrscheinlich denken, daß die spinnen, die Polen. Geben haufenweise Geld aus für Blumen und Kerzen für Menschen, die das Alles ja eh nicht mehr interessiert. Grundsätzlich stimmt das eigentlich auch. Dennoch fahre ich gerne zu Allerheiligen da hin, und das eigentlich nur für ein bis zwei besondere Stunden. Wenn die Sonne untergegangen ist und es dunkel wird und man tausende von kleinen Lichtern auf den Friedhöfen sieht, dann wird einem ganz anders…allerdings positiv. Das ist ein ganz besonderes Gefühl, und der Anblick ist mit nichts anderem was ich kenne zu vergleichen. Überall laufen schummrig beleuchtete Gestalten rum, die noch hier und da eine Kerze anzünden, alle flüstern und es ist eine feierliche Stimmung. Selbst Jugendliche lassen sich freiwillig zur Abendzeit auf den Friedhöfen blicken um das Schauspiel nicht zu verpassen. Ist auf jeden Fall was ganz Besonderes.

Was ganz Besonderes war mein Besuch dieses Jahr auch deshalb, da ich meinen wohl ältesten Freund nach ca. 15-20 Jahren wiedergetroffen habe. Auf dem frühesten gemeinsamen Foto mit ihm bin ich 3 Jahre alt. Wie das so ist, wenn man 1000km voneinander entfernt wohnt, verliert man sich wohl oder übel irgendwann aus den Augen. Dank Facebook gab es jetzt ein extrem witziges Revival-Treffen. Da soll mal noch jemand sagen, dass Facebook nutzlos ist. *pah*

Und da dieses lange Wochenende vor Erinnerungen nur so triefte, habe ich mich im Supermarkt auch direkt mit Lebensmitteln eingedeckt, die man hier nur sehr schwer bekommt und die mich an meine Kindheit erinnern. Unter anderem auch Waffelplatten. In meiner Familie gab es diese Waffeln mit einer Zucker-Sahne-Masse früher oft. Aber auch das hab ich mindestens schon 10 Jahre nicht mehr gegessen und deshalb freue ich mich, dass sie direkt beim ersten Anlauf schon recht gut gelungen sind.

Polnische Waffeln mit „Kajmak“-Masse
Waffle z masą kajmakową

Es gibt zwei Möglichkeiten die Masse herzustellen…welche die Richtige für Einen ist, kommt drauf an, wie viel Zeit man investieren möchte.
Ich hab nie viel Zeit, also kommt hier als Erste die schnelle Variante. Weiter unter findet ihr dann auch noch die Variante, für die, die entweder arbeitslos sind oder ein verdammt gutes Zeitmanagement oder nicht so viele Freunde, Hobbys etc. haben … oder auch einfach für alle, denen Geschmack wichtig ist, denn natürlich schmeckt die langsame Variante aromatischer als die schnelle, wie sollte es auch anders sein. Ich mag beide. Probiert es aus und schreibt mir gerne euer Urteil.

Zusätzlich zu dieser Entscheidung gibt es noch ein paar Sachen, die man als Abwandlung zu dem Grundrezept hinzufügen kann. z.B. eine Vanillestange, etwas dunkeln Kakao, dunkle Schokolade oder auch gehackte Nüsse oder Mandeln.

Natürlich braucht ihr zu allererst die Waffelplatten. Die gibt es z.B. im Real in der internationalen Lebensmittelabteilung oder in polnischen oder russischen Geschäften.

Schnelle Variante

  • 500g Schlagsahne
  • 100ml Vollmilch (ich hab sogar die von „Landliebe“ mit 3,8% genommen)
  • 480g Zucker
  • 6 EL Butter

Die Sahne, Milch und den Zucker in einem Topf auf dem Herd zum kochen bringen und ab dem Moment, wo der Zucker sich aufgelöst hat, noch ca 15-25 min auf kleiner Flamme köcheln lassen. ab und zu, aber nicht allzu oft umrühren. Wenn die Masse langsam andickt und sich die Farbe langsam ins Karamel verändert, vom Herd nehmen und unter Rühren die Butter hinzufügen, bis sie sich mit der restlichen Masse verbunden hat. Jetzt könnte man noch die ein oder andere zusätzliche Zutat beimischen, wenn man mag.
Sofort verarbeiten, nicht abkühlen lassen.

Nun etwas Masse auf die erste Waffelplatte geben, schnell verstreichen da sie sehr schnell auskühlt und dann hart wird. Danach die nächste Platte drauflegen und das ganze wiederholen bis alles verarbeitet ist. Nun nur noch in kleine Stücke schneiden. Fertig.

Variante, für die Geduldigen

  • 500ml Vollmilch, oder die Vollfette von „Landliebe“
  • 250g Schlagsahne
  • 480g Zucker
  • 4 EL Butter
  • 1 Vanillestange

Die Sahne, Milch und den Zucken mit der leicht eingeritzten Vanilleschote langsam erhitzen, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Kurz aufkochen und dann auf kleinster Flamme köcheln lassen, oft umrühren – es sollte sich kein Schaum an der Oberfläche bilden.
Nach 1 Stunde die Vanillestange rausnehmen und die Masse ca eine weitere Stunde weiterkochen, bis sie eine karamellige Farbe angenommen hat und angedickt ist. Die Masse etwas abkühlen lassen und erst dann die Butter hinzufügen. Auch jetzt kann man noch zusätzlich andere Zutaten beimischen.

Nun, wie bei der ersten Variante, etwas Masse auf die erste Waffelplatte geben, schnell verstreichen da sie sehr schnell auskühlt und dann hart wird. Danach die nächste Platte drauflegen und das ganze wiederholen bis alles verarbeitet ist. Nun nur noch in kleine Stücke schneiden. Fertig.

Ich bin ein V.I.B.

Ich versuche täglich meinen Blog in die Augen, Ohren oder auf die Zunge der Menschen zu bringen und freue mich natürlich immer wie ein Schneekönig, wenn es Leser gibt, die meinen Geschichten hier folgen und sie gut finden. Wenn das dann auch noch an andere weitergeflüstert, getwittert, ge-whatt’s-appt oder geteilt wird, dann macht mich das noch glücklicher. Aber wenn ich sogar in Bloggervezeichnissen genannt werde, dann ist mein Tag sowas von gerettet. So passiert am 11.11. bei smatch.com – Wohnklamotte.
Das ist eine Seite, die sich mit DIY – also Selbstgemachtem, bzw. Deko-, Einrichtungs-, Lifestyle-Ideen und, wie in meinem Fall, auch mal mit einer Mischung aus allem, beschäftigt. Ich bin sehr stolz sagen zu dürfen, daß mein Blog in die Hall of Fame der V.I.B. – der Very Important Blogger – aufgenommen wurde. Bääääm!

V-I-B