Oktober 2013 archive

Handmade

Vor etwa 1,5 Jahren bin ich in einer Buchhandlung über ein Buch gestolpert, was auch italienisch war, demnach für mich völlig unverständlich. Aber ich war völlig fasziniert denn es handelte sich ganz offensichtlich um eine Art Kochbuch…und zwar gezeichnet. Alle Rezepte waren mit Bildern und kleinen Erklärungen daneben illustriert. Dann entdeckte ich im hinteren Teil eine deutsch-italienische Übersetzung der meisten Wörter und siehe da – ein Backbuch! Gekauft.

Sowas habe ich vor etwa 20 Jahren schonmal mit einem Kinderbachkuch gemacht…keine Ahnung wo das Ding abgeblieben ist. Wahrscheinlich bei einem meiner vielen Umzüge verloren gegangen. Aber was ich damals als Teenie schon konnte, musste jetzt doch sicher auch mit mehr grafischer Erfahrung auch funktionieren. Also ab in einen Schreibwarenladen, Blankes Notizbuch gekauft und mir danach ein Jahr Lang immer wieder vorgenommen endlich damit anzufangen. Und jetzt letztens war es dann endlich soweit. Ich hatte die Muße mit dem Zeichnen anzufangen. Und so in der Art hatte ich mir das so vorgestellt:

Nutella für alle!

Nutella Torte mit Kitkat & Smarties.

Jetzt wirds echt tricky, denn ich finde das blöde Rezept für diese Torte nicht mehr, und aus dem Kopf weiß ich nur noch dass man nur ein Stück davon essen konnte und dann von einem Zuckerschock sterben musste.

Ich suche weiter oder backe sie einfach selbst nochmal nach – und diesmal vielleicht ohne späteres Sodbrennen.

Bitte Geduld. thx.

Zitronen Cupcakes mit Mascarpone Frosting

Ich versuche gerade ein bisschen was aufzuarbeiten aus meinem Archiv. Und bin auf einen beitrag gestoßen, der schon seit ein paar Monaten unvollendet im Speicher stand.

Deshalb an dieser Stelle leicht verspätet, das schöne Rezept für unsere Zitronencupcakes, die im Sommer der Hit waren.

Zitronen Cupcakes
für 12 Stück

Für den Teig:

  • 110 g weiche Margarine oder Butter
  • 110 g Zucker
  • 1 Pck. Dr. Oetker Finesse Geriebene Zitronenschale (wenns die von einer anderen Firma gibt, dann geht die natürlich auch – ioch kenns nur von Dr. Oetker)
  • 2 Eier
  • 110 g Weizenmehl
  • 1/3 TL Backpulver
  • Für das Frosting:

    • 250g Magerquark
    • 500g Mascarpone
    • 3EL Zitronensaft (nach Geschmack auch mehr)
    • gelbe Lebensmittelfarbe

    Margarine oder Butter in einer Rührschüssel mit einem Mixer geschmeidig rühren. Nach und nach Zucker und Finesse unter Rühren hinzufügen, bis eine gebundene Masse entsteht. Jedes Ei etwa 1/2 Min. auf höchster Stufe unterrühren. Mehl mit Backpulver mischen und unterrühren. Teig gleichmäßig in die Papierbackförmchen füllen. Form auf dem Rost in den Backofen schieben und bei 180°C
    Küchlein in den Papierförmchen aus der Muffinform lösen und auf einem Kuchenrost erkalten lassen.

    Mascarpone mit Quark, Aroma und Muffin Glasur glatt rühren. Creme in einen Spritzbeutel mit Sterntülle füllen und gleichmäßig auf die Küchlein spritzen. Cupcakes bis zum Servieren in den Kühlschrank stellen.

    Ich mache noch gerne weiße Fondant-Blüten drauf. Einfach weißen Fondant ausrollen, mit Förmchen ausstechen und auf dem Topping verteilen. In die Mitte eine Zuckerperle setzen. Fertig.

Snickersmania Cupcakes

Der Himmel ist bei diesen Cupcakes doch schon seeeeehr nah. Hierbei handelt es sich um einen saftigen Schokoteig, gefüllt mit Snickers und Karamelsauce und einem Buttercreme Topping (Erdnuss/Karamal).

Nach Aussage von Freunden sind diese Cupcakes „echt die Krönung“. Auch Nachbar-Schleckermäulchen Jonas ist sichtlich begeistert.

Es handelt sich hierbei um ein Rezept – von mir leicht modifiziert – vom amerikanischen Blog amybites.com, allerdings sind wir hier in Europa und nicht jeder hat Messbecher für 1 Cup oder 1/2 Cup etc. Daher habe ich mal versucht hier alles in Gramm umzurechnen. Ich hab mir irgendwann mal so ein „Cup“-Set aus Kunststoff gekauft, da ich von Natur aus eher faul bin und mich diese ganze Umrechnerei mehr annervt, als mir irgendwas erleichtert. Aber für Euch ist mir keine Mühe zu viel. Für alle, die sich selbst die Mühe machen wollen hab ich hier mal ein paar grundlegende Umrechnungen aufgeführt. Da es sich bei „Cup“ um ein Volumenmaß und nicht um ein Gewichtsmaß handelt, ist immer zu beachten, daß 1 Cup Mehl nicht gleich 1 Cup Butter ist, da die Dichte der Zutaten nicht die gleiche ist. Sehr tricky das alles.

Snickers-Cupcakes
ergibt etwa 12 Cupcakes

Für den Teig:

  • 1/2 cup (ca. 120g) Kakao-Pulver zum Backen
  • 1/2 cup (ca. 120ml) Heisses Wasser
  • 2 cups (ca. 240g) Weizenmehl
  • 3/4 tsp (3/4 Teelöffel) Natron
  • 3/4 tsp (3/4 Teelöffel) Backpulver
  • 3/4 tsp (3/4 Teelöffel) Salz – kommt einem sehr viel vor, ist aber richtig
  • 16 tbsp. (ca. 200g) ungesalzene Butter
  • 1 1/2 cups (ca. 340g) Zucker
  • 2 Eier (Größe M)
  • 1 Eigelb
  • 1 3/4 tsp. (1 3/4 Teelöffel) flüssigen Vanilleextrakt
  • 2/3 cups (ca. 250g) Schmand

Für die Karamel-Sauce:

  • 8 tbsp. (ca. 100g) Butter, kleingeschnitten
  • 1 cup (ca. 225g) Zucker
  • 1 cup (ca. 225g) Mascarpone (Heavy Cream)
  • 1/4 tsp. (1/4 Teelöffel) flüssigen Vanilleextrakt
  • 1 Prise Salz

Für die Füllung:

  • 12 mini Snickers Riegel
  • 1/3 cup (ca. 60g) Karamelsauce

Für das Frosting:

  • 16 tbsp. (ca. 200g) ungesalzene Butter, weich(!!!)
  • 1 lb (das entspricht einem Pfund, also 500g, aber ich hab nur 300g benutzt) Puderzucker
  • 1 1/2 tsp. (1 1/2 Teelöffel) flüssigen Vanilleextrakt
  • 1/3 cup (ca. 330g) Karamelsauce
  • 1 Prise Salz
  • 2 tbsp. (ca. 50g) Mascarpone
  • 2 tbsp. (ca. 50g) Erdnussbutter

Für die Deko:

  • etwas Karamel- oder Schokocauce
  • 4 mini Snickers Riegel

Insgesamt hatte ich fast zwei Packungen Mini-Snickers verbraucht.

SOOOOOO, das war eine ganze Menge. Dann wollen wir mal loslegen.

Ofen auf 175°C vorheizen.

!!!Als erstes holt ihr die Eier, die Butter und die Mascarpone aus dem Kühlschrank – ca 1/2h vor der Zubereitung – und anstelle dessen packt ihr die Snickers Riegel hinein. Die lassen sich später besser schneiden, wenn sie kalt sind!!!

Den Teig zubereiten:
In einer kleinen Schale das Kakao-Pulver mit dem heißen Wasser verrühren, bis keine Klümpchen mehr vorhanden sind. Beiseite stellen.
In einem kleinen Topf auf dem Herd bei mittlerer Hitze die Butter schmelzen. Dann den Zucker hinzugeben und unter rühren noch etwas weiter heiß werden lassen. Nicht kochen. Danach die Butter-Zucker-Mischung in eine große Rührschüssel geben und ein paar Minuten mit dem Rührstab schlagen, bis es etwas abgekühlt ist.
Nun die Eier, das Eigelb und den Vanilleextrakt zugeben und weiter schlagen. Wenn alles vermengt ist die Kakao-Masse hinzugeben und weiterschlagen.
In einer weiteren Rührschüssel die trockenen Zutaten (Mehl, Natron, Backpulver) vermischen. Ich benutze dafür seit neuestem einen Schneebesen, da ich zu faul bin das ganze dann zu sieben. Durch den Schneebesen werden die großen Krümel schon klein gemacht und das Ergebnis am Ende ist genau das gleiche. Nun die Mehl-Mischung nach und nach zugeben. Zum Schluß den Schmand zugeben. Ich hab einen ganzen Becher Schmand und noch 2 EL Creme fraiche zugegeben.
Eine 12er Muffinform mit Papierförmchen bestücken und den fertigen Teig – ja er ist recht flüssig, das ist aber richtig – gleichmäßig in die Förmchen verteilen. Die werden ziemlich voll aber das macht nichts, sie werden ja nachher auch noch ausgehölt.
Und ab in den Ofen damit, für ca. 18-20min. Mit einem Holzstäbchen nach der Zeit testen ob sie fertig sind. Aus dem Ofen nehmen und komplett in den Förmchen abkühlen lassen.

Karamel-Sauce zubereiten:
In einem kleinen Topf auf dem Herd bei mittlerer Hitze die Butter schmelzen. Den Zucker hinzugeben und bei ständigem Rühren aufkochen lassen, bis es schäumt. Der Zucker sollte langsam braun werden, dann ist es genug. Vom Herd runternehmen und die Mascarpone einrühren und solange weiterrühren, bis die Masse schön cremig ist, evtl dann nochmal für einen kurzen Moment auf den Herd stellen, damit sich alles komplett verbindet. Als letztes den Vanilleextrakt untermischen und abkühlen lassen. Die Sauce hält sich im Kühlschrank bis zu zwei Wochen.

Die Füllung zubereiten:
Snickers aus dem Kühlschrank nehmen und jeweils in drei teile schneiden. 12 Drittel beiseite legen. Den Rest in einer Schüssel mit der Karamel-Sauce vermischen.
Mit einem dünnen Messer in den abgekühlten Cupcakes ein 1-2cm tiefes Loch aushöhlen und jeweils einen TL von der Snickers-Mischung hineinfüllen. Evtl. noch etwas eindrücken. Bei mir passten immer 3 drittel Riegel rein.

Das Frosting zubereiten:
Die weiche Butter in eine Rührschüssel geben und mit dem Rührstab schaumig schlagen. Nun langsam den Puderzucker hineinsieben. Hier ist sieben leider unablässig, sonst bilden sich dicke Zuckerbrocken. Dann nochmal 1-2 Minuten weiter schlagen. Als nächstes den Vanilleextrakt und die noch leicht warme Karamel-Sauce hinzugeben. Die Sauce sollte noch warm sein, damit sie sich besser mit den übrigen Zutaten verbindet, aber nicht mehr so heiß, daß die Butter schmilzt. Als letztes die Mascarpone und die Erdnussbutter zugeben und auf höchster STufe noch ca 3-4 Minuten weiter schlagen bis es schön fluffig ist.
Nun das Frosting in einen Spritzbeutel mit großer Lochtülle füllen und die Cupcakes damit verzieren.

Zum Schluß ein Drittel Snickers oben draufsetzen. Wer mag kann dann noch mit Karamel- oder mit Schokoladen-Sauce garnieren.

Fertig. Lecker!

Cup ich oder Cup ich nicht…

Die Amis müssen auch IMMER eine Extrawurst haben, oder?? Wieso kann man nicht auf der ganzen Welt ein einheitliches Maßsystem benutzen? Vor einiger Zeit habe ich mir das Backbuch der Magnolia Bakery zugelegt und musste leider feststellen, daß dort alle Angaben in Cups, tsp., tbsp. etc. sind. Und die Grad-Angaben für den Ofen natürlich – wie sollte es auch anders sein – in Fahrenheit. Ähm…großes Fragezeichen.

Cup ist ein Volumen-Maß und KEIN Gewichtsmaß. In Europa wird in Rezepten nur teilweise mit Volumenmaß gemessen z.B. Liter, Teelöffel oder Esslöffel. Da Mehl allerdings eine geringere Dichte hat als z.B: Zucker ist demnach also nicht immer mit gleichem Maß zu rechnen…ach diese Wortspiele sind ja witzig.

Wer nicht wie ich so viel backt und sich demnach die Anschaffung von so einem amerikanischen Meßbecher-Set nicht lohnt, für den liste ich hier mal ein paar grundlegende Umrechnungsmethoden auf.

Bei Mehl, Puderzucker o.ä.:
1 cup – 120 g
3/4 cup – 90 g
2/3 cup – 80 g
1/2 cup – 60 g
3/8 cup – 45 g
1/3 cup – 40 g
1/4 cup – 30 g
1/8 cup – 15 g

Bei Butter, Zucker, Mascarpone o.ä.:
1 cup – 225 g
3/4 cup – 168,8 g
2/3 cup – 150 g
1/2 cup – 112,5 g
3/8 cup – 84,4 g
1/3 cup – 75 g
1/4 cup – 56,3 g
1/8 cup – 28,1 g

Ounces x 28 = g Beispiel: 2 Ounces = 56 g

1 fl.oz. (Fluid Ounce) = 30 ml Beispiel: 30 fl.oz. sind 900 ml

Pounds x 0,45 = kg Beispiel: 1 Pound = 0,45 Kilo = 450 Gramm

tsp. (Teaspoon) = 5 ml (bei Flüssigkeiten). Bei Salz, Zucker, Backpulver etc. kann man einen normalen Teelöffel nehmen.

tbsp. Tablespoon) = 15 ml (bei Flüssigkeiten). Bei Salz, Zucker, Backpulver etc. kann man einen normalen Esslöffel nehmen.

Cups x 0,24 = Liter (bei Flüssigkeiten!!) Beispiel: 1 Cup Wasser sind 0,24 Liter oder 240 ml

Ofen Temperaturen:
325° F = 162 °C
350° F = 175 °C
375° F = 190 °C
400° F = 205 °C
425° F = 218 °C
450° F = 232 °C
475° F = 246 °C

Umrechnung Gas – Elektro – Umluft:
1 – 160 – 140
1-2 – 170 – 150
2 – 180 – 160
2-3 – 190 – 170
3 – 200 – 180
3-4 – 210 – 190
4 – 220 – 200
4-5 – 230 – 210
5 – 240 – 220
5-6 – 250 – 230
6 – 260 – 240
6-7 – 270 – 250
7 – 280 – 260
7-8 – 290 – 270
8 – 300 – 280

Je voudrais deux pain aux raisins…

Leider ist unser Urlaub nun schon mehr als zwei Monate her aber…diesen Satz habe ich 2 Wochen lang fast jeden Tag sagen dürfen und als Gegenleistung für Nobse und mich zwei herrliche französische Rosinenschnecken bekommen. Ein Traum. Ein leckerrrrrrrrer Brioche-Teig mit einer puddingähnlichen Füllung und in Calvados eingelegten Rosinen….Sagte ich schon wie lecker die waren?

Überhaupt war der ganze Urlaub ein voller Erfolg…einfach mal nix tun. Zwei Wochen lang irgendwo ohne genaues Ziel in Frankreich rumfahren, essen, schlafen, spazieren gehen, essen, faulenzen, schlafen, essen, am Strand braten, essen, schlafen, surfen, schlafen, surfen, essen… ich denke ihr habt das Prinzip verstanden. Es war herrlich und wie jeder Urlaub einfach auch viel zu schnell um (wie man unschwer erkennen kann zehre ich immer noch davon!). Leider haben wir auch nicht die ganze Strecke geschafft, die wir uns irgendwann mal vorgenommen hatten – aber, was solls…Atlantikküste ist Atlantikküste, ob jetzt in Lacanau oder in Biarritz.

Und so war unsere Route – insgesamt genau 4236km:

France-Trip-2013

Kulinarisch haben wir tatsächlich geschlemmt kann man so sagen, obwohl wir uns die meiste Zeit selbst versorgt haben. Dennoch gab es ein paar Dinge, auf die wir nicht verzichten wollten. Von Anfang an gab es jeden Tag zum „petit déjeuner“ das obligatorische Baguette und wenn ich nicht allzu spät dran war dann auch jeweils noch ein pain aux chocolat (Schoko-Croissant) und pain aux raisins (wer es immer noch nicht weiss…siehe oben *gg*). Bis zum Abend wurden dann die Reste der Baguettes gefuttert um dann am Abend warm zu essen. Zwei mal waren wir auswärts essen:
In Le Croisic gab es je ein Galette complet und zum Nachtisch je einen Crêpe mit selbstgemachtem Vanilleeis, karamelisierten Äpfeln und Karamelsauce.
Am Cap-Ferret, was auch unsere letzte Ortschaft war, haben wir als Finale einen Oceanteller und moules-frites (Miesmuscheln) bestellt. Interessant war glaube ich unser Gesicht, als der besagte Oceanteller kam. 1/2 Krebs, 3 Schrimps, 3 Garnelen, 3 Austern und 2 arten Meeresschnecken. Wir haben alles probiert, aber die Schnecken haben wir einfach nicht runter gekriegt.

 

Mon dieux, war ich da noch braun. ist alles schon wieder weg. 🙁

Ich werde in den nächsten Wochen auf jeden Fall versuchen – als Urlaubs-Revival – auch mal diese Rosinenschnecken zu machen. Wehe das klappt nicht…fortsetzung folgt…oder auch…to be continued…oder auch…continué suit…