Mai 2013 archive

Gefeiert, gekauft und geboren.

Der neue Trend: direkt gleich mehrere Feierlichkeiten an einem Tag feiern, man will ja keine Zeit verlieren. Also gibts diesmal einen Geburtstags-Bauvertrags-Geburts-Kuchen, da eine Freundin in einer Woche sowohl selbst Geburtstag hatte als auch ihre zweite kleine Tochter geboren hat, sowie meine besten Freunde den ersten offizielle Schritt zu ihrem Eigenheim gemacht haben und den Bauvertrag unterschrieben haben.

Ach, wenn wir schon mal beim Thema sind…seid ihr auch solche, die sich nichts sehnlicher wünschen als Kinder zu kriegen, ein Häusle zu bauen und ein Bäumle zu pflanzen???? Nein, das ist keine Fangfrage. Letztendlich ist der Wunsch danach denke ich bei den meisten von uns allen in den Genen verankert. Dennoch komme ich, seit vor allem die ersten beiden Themen überall aktuell sind, manchmal doch ins grübeln und frage mich ernsthaft, ob das alles das Gelbe vom Ei ist. Früher hab ich immer gedacht, daß ich im beschaulichen Ostwestfalen heiraten werde, meine zwei wunderschönen Kinder werfe und mit ihnen und meinem Ryan-Gossling-Ehemann in mein wunderschönes Hexenhäuschen mit Bauerngarten ziehen werde. Der Plan endet bereits dabei, das Ryan Gossling vermutlich nichts von meiner Existenz weiß und…achso, an dieser Stelle, Ryan, jetzt ists zu spät, ich hab was vieeeeel besseres gefunden (*InDeinGesicht*). Ausserdem wohne ich seit langem nicht mehr in OWL.

Genug davon, es gibt genug andere Projekte denen man sich widmen kann, zum Beispiel die ganze Meute mit einem neuen Kuchen zu beglücken. Da wir mitlerweile nicht nur 8 Erwachsene sind, noch 3 Kinder dabei sind, wovon auch eins bereits alles mitißt, wäre ein runder Kuchen doch vielleicht etwas ZU klein. Eigentlich rechne ich immer pro Kopf gerne eingebildeterweise mit zwei Stücken pro Kopf…das Backwerk schmeckt ja schließlich auch.
Na jedenfalls liegt da ein Blechkuchen nah. Ich muss sagen, daß ich das Wort „Blechkuchen“ äußerst unsexy finde und deshalb nur zur Verdeutlichung der Größe desjenigen hier benutze.
Zu meinem heutigen Kuchen bediene ich mich eines Rezeptes von meiner mitlerweile Lieblings-Koch-Back-Webseite lecker.de.

Hinweis vorneweg: das ist kein Kuchen den man mal gerade schnell macht. Er muss am Vortag zubereitet werden, da die Butterkekse komplett durchweichen müssen. Die Zubereitung selbst dauert nicht lange und ist denkbar einfach.

Zitronenschnitten vom Blech

    • 250 g Mehl
    • 1/2 Päckchen Backpulver
    • 1 Prise Salz
    • 350g weiche Butter
    • 4 Eier
    • 2 Eigelb
    • 400g Zucker
    • 1 Päckchen Vanillezucker
    • 1 Päckchen Sahne-Puddingpulver (zum Kochen; für 1/2 l Milch)
    • ca. 100ml Zitronensaft + 6-7 EL
    • 500 g Schlagsahne oder Rama Cremefine zum Schlagen
    • ca. 175 g Butterkekse (ca. 35 Stück)
    • 250g Puderzucker

 

Als erstes ist der Rührteigboden dran. Dafür den Ofen schon mal vorheizen (E-Herd: 200 °C/Umluft: 175 °C/Gas: Stufe 3). In einer großen Rührschüssel das Mehl, Backpulver und das Salz miteinander vermengen. 200g weiche Butter in Flöckchen, 4 Eier, 200g Zucker und Vanillezucker hinzugeben und zu einem glatten, cremigen Teig verrühren.
In dem Rezept bei lecker.de soll nun ein Backblech ordentlich eingefettet werden. Ich bevorzuge allerdings eher Backpapier. Zum einen nimmt das auch noch ein bisschen feuchtigkeit auf und ich hab später maximal den Rand des Blechs zu schrubben. Also, je nach gusto nun ein tiefes Backblech (geht aber auch ein normales) vorbereiten. Den gesamten Teig darauf möglichst glatt verteilen und dann im Ofen 20min backen. Danach auskühlen lassen.

ACHTUNG: Aus eigener Erfahrung ist es nicht so günstig das Blech unvorsichtigerweise auf den Boden der Terrasse zu stellen und auf den gesunden Verstand und die gutmütige Einstellung des Haushundes zu hoffen…ER WIRD ES ALS EINDEUTIGE EINLADUNG VERSTEHEN!!! So passiert beim ersten Versuch. Also, das Ganze Bachvergnügen nochmal…nicht gut für den Hund, absolut nicht gut für meine Laune und schon gar nicht für die Nerven meines Freundes…

Soooo, wenn der hoffentlich nicht angefressene Kuchen denn dann irgendwann abgekühlt ist, bereitet man die Zitronencreme zu. Dafür 200ml Wasser, das Puddingpulver und die Eigelb in einem Becher verquirlen. In einem kleinen Topf 200ml Wasser und 200g Zucker verrühren, bis sich der Zucker aufgelöst hat und dann aufkochen lassen und direkt von der Herdplatte ziehen. Die Pudding-Ei-Mischung nun hinzugeben und unter ständigem Rühren kurz aufkochen lassen. Den Topf wieder vom Herz ziehen und die Masse etwas abkühlen lassen (2-3min). Dabei hin und wieder umrühren. Nun 150g Butter in kleinen Stückchen in die Masse verrühren, bis sie geschmolzen sind. Als letztes nun 100ml Zitronensaft unter die Masse rühren. Die Creme sofort auf den Boden geben und glattstreichen, solange sie noch nicht anfängt zu stocken. Und nun heisst es wieder warten, bis es komplett abgekühl ist (ca. 1h!). Die Masse MUSS komplett kalt sein, da sonst die Schlagsahne, die noch oben drauf kommt, wieder flüssig wird.

In einer großen Rührschüssel die Schlagsahne steif schlagen. Diese dann auf den ausgekühlen Kuchen geben und glatt verstreichen.
Die Sahneschicht dicht an dicht nebeneinander mit Butterkeksen belegen. Zum Schluß 250g Puderzucker – ja, wirklich so viel! – mit 6-7EL Zitronensaft in einer Schüssel zu einem flüssigen Zuckerguss verquirlen und über die Butterkekse gießen und möglichst dünn überall verstreichen. Den Kuchen über Nacht kühl stellen, damit die Butterkekse weich werden.

Vor dem Servieren den ganzen Kuchen nochmal mit Puderzucker bestreuen und dann genießen.

Zitronenschnitten