Februar 2013 archive

Karneval??…ach nee is ja schon vorbei

Also Karneval ist ja auch so eine Sache für sich, wa? Im Rheinland und Mainz etc. isses der totale Hype und die ARbeitgeber geben einem ja sogar teilweise Sonderurlaub für die „Jecken Tage“. Ich bin in Ostwestfalen groß geworden und das Einzige, was wir dort oben im Norden von dem Karneval mitbekommen haben war immer der alljährliche BTW-Karneval in unserem Stadtgarten. Gibts den eigentlich noch, weiß das jemand?? Das war eins der schönsten Jahresevents. Auf dem Dorf kennt man sich und dann läuft dir dein Nachbar plötzlich als Stripperin über den Weg…SUPER!!! 🙂 Es war immer eine Mordsgaudi.
Den Kölner Karnevals-Sitzungen mit ihren Büttenreden etc. kann ich nix abgewinnen. Den Rosenmontag 2006 bin ich allerdings mit Freunden tatsächlich mal zum feiern runter gefahren. Ich muss sagen, dass war echt lustig Abends durch die Kölner Kneipen zu ziehen und an jedem Finger einen Mann hängen zu haben! *gg* ja ab und zu muss Frau ja auch ihren Marktwert testen, wa…aber das war ja noch in der dunklen Zeit meines Singledaseins, da darf man sowas. Nur die Rückfahrt war nicht ganz so amüsant, wenn man bei einem plötzlichen Schneechaos auf der Autobahn dann auch noch Benzin in einen Diesel tankt – und es war auch noch ein Leihwagen. Ach ja die Jugend die Jugend – Es war das KNALLER!! Leute, ich bin immer noch für ein Revival!!
 
Karneval2006-01
Karneval2006-02

 

Bei mir zuhause wurde die Karnevalszeit eigentlich nur mit allerlei in Fett ausgebackenen Süßspeisen begangen. Und mein liebstes sind auch immer noch die selbst gebackenen Berliner, Krapfen, Pfannkuchen oder wie wir Polen sie nennen…
 
Pączki

  • 400g Mehl
  • 200ml Milch, lauwarm!
  • 20ml Rum
  • 10ml Backspiritus (ganz wichtig! Damit der Teig beim ausbacken das Fett nicht bindet!)
  • 100g Butter oder Margarine
  • 80g Puderzucker
  • 3 Eier
  • 2 Eigelb
  • 1 Pack frische Hefe
  • Konfitüre oder Pflaumenmus für die Füllung
  • Salz
  • Puderzucker zum besteuben
  • Pflanzenöl zum ausbacken (z.B. Biskin)
  • 1 rohe geschälte Kartoffel

 
Soooo, dann wollen wir mal…
Ofen auf ca. 50-80°C vorheizen. Er muss warm, aber nicht sehr warm, sein. Wenn man die hand reinstreckt, dann muss es angenehm sein.
Die Hefe in einer kleinen Rührschüssel zerbröseln und ca 1-2 EL Zucker darüberstreuen und ein wenig zerdrücken und verrühren. Nach einigen Augenblicken löst sich die Hefe in dem Zucker auf und wird flüssig. Die lauwarme Milch hinzugeben und verrühren. Zum Schluss ca. 50g Mehl einrühren und die Rührschüssel mit dem „Vorteig“ zugedeckt in den vorgeheizten Ofen geben. Da ich keinen Umluft, sondern lediglich einen Elektroherd habe, stecke ich einen Holzlöffel in die Tür, damit sie sich nicht vollständig schließt und die Luft zirkulieren kann. Ab und zu mal reinschauen, und wenn der Vorteig Blasen schlägt, ist er fertig.

Nun in einer großen Rührschüssel die Eier und die Eigelb mit dem Zucker schaumig rühren. Dann das Mehl, den Vorteig, den Rum und den Backspiritus und eine Prise Salz hinzugeben und ordentlich durchkneten bzw., wie ich, von der Küchenmaschine durchkneten lassen. Es muss wirklich sehr lange geknetet werden, bis der Teig beim kneten Blasen schlägt und sich von selbst vom Schüsselrand löst. Das dauert sicherlich an die 10-15min. Zum Ende des Knetens die Butter zerlaufen lassen, hinzugeben und noch eine Weile weiterkneten, bis der Teig die Butter aufgenommen hat. Und wieder zugedeckt in den Ofen geben. Der Teig muss nun sicherlich mindestens 1/2 Stunde, vllt. auch etwas länger, ruhen und wachsen.

Wenn der Teig sich ca. verdoppelt hat, aus dem Ofen nehmen und diesen ausschalten. Nun auf der Arbeitsplatte ein Küchentuch auslegen und mit Mehl bestreuen. Den Teig aus der Rührschüssel nehmen und auf dem bemehlten Küchentuch mit den Händen ausbreiten. Dazu braucht man kein Nudelholz, der Teig sollte nun so fluffig und zart sein, dass er sich leicht in alle Richtungen drücken lässt. Nun ein mittelgroßes Glas nehmen und aus dem Teig runde Formen ausstechen. Auf diese Form einen Kleks Marmelade oder, wie auf meinem Foto, Pflaumenmus geben und dann zukleben und zu einem runden Bällchen formen. Die Bällchen auf einem Holzbrett verteilen – auf genügend Abstand zwischen den einzelnen Kugeln achten – und wieder mit einem Küchentuch abgedeckt weitere 15-20 min ruhen lassen. Sie werden sicherlich nochmal um 1/3 ihrer Größe anwachsen.

In einer Friteuse oder einem großen Topf das Pflanzenöl schmelzen und heiß werden lassen. Die Kartoffel in Viertel schneiden und griffbereit stellen. Sollte das Fett zu heiß werden schmeißt mann ein Stück rohe Kartoffel hinein und das Fett kühlt sich augenblicklich etwas ab.

Nun nach und nach immer ein paar Bällchen in das Fett geben und sofort den Deckel schließen, damit sie durch die Hitze, die dann im Innern entsteht nochmals aufgehen. Nach 1-2 min, je nachdem wie schnell die Unterseite braun wird, mit einem Löffel die Krapfen umdrehen und nochmals ausbacken lassen. Danach rausnehmen und einen Moment auf Krepppapier abtropfen lassen. Zum Schluss, am Besten wenn sie noch heiss sind, in Puderzucker wälzen.

Ich bin immer so gierig, dass ich am liebsten sofort reinbeißen mag – aber OBACHT! Die Marmelade im Innern ist verdammt heiß, lasst sie lieber 5 min abkühlen…aber dann….mmmmmhhhhhhhh

Bella Italia 04

So und weiter gehts mit den Leckereien aus Italien. Man könnte fast meinen, daß ich das Essen mag, oder? Ja doch,. schmeckt mir sehr gut. Und seit ich die Nudelmaschine hab umso mehr…

Bruschetta

  • Fleischtomaten
  • Mozzarella (am besten vom Büffel)
  • frischen Basilikum
  • Schalotten
  • Knoblauch
  • Olivenöl
  • Pecorino, geraspelt
  • Ciabatta oder Bruschetta-Brot (gibts hier uns da schon fertig geschnitten und abgepackt)
  • Salz & Pfeffer
  • evtl. ein wenig italienische Kräutermischung

Ofen vorheizen auf ca 180°C. Ein Backblech mit Backpapier auslegen. Das Ciabatta Brot in ca. 1cm dünne Scheiben schneiden und auf dem Backblech auslegen. Olivenöl in eine kleine Schale geben und die Brotscheiben damit bestreichen. Eine Knoblauchzehe halbieren und die Brotscheiben damit bestreichen. Das Backblech für ca 5-10 min in den Ofen schieben, damit das Brot schön knusprig wird – aber nicht zu sehr, és reicht wenn das Brot noch kaum braun ist.
In der Zwischenzeit eine Rührschüssel bereit stellen, Tomaten und Mozzarella grob würfeln, Basilikum und Zwiebeln fein hacken und alles in die Schüssel geben und miteinander verrühren. Den Pecorino ebenfalls hinzugeben und die Mischung mit etwas Salz, Pfeffer und der ital. Kräutermischung würzen.
Wenn das Brot knusprig ist, das Backblech aus dem Ofen nehmen und die Tomatenmischung auf den Brotscheiben verteilen. Danach noch einmal für 5-10 min in den Ofen schieben, bis der Käse zerläuft. rausnehmen und gleich servieren.

Morph..morph..morph

Ich weiß echt nicht wie verknotet mein Hirn bei diesem Bild war, aber ich glaub so ganz ohne war das nicht. Hier ein Fundstück aus der Zeichenkiste aus Studienzeiten, auch genannt: der „Turn-Mander“.

Turn-Mander01Turn-Mander02

Der Gerät

Heute ist Valentinstag. Und weil das niemanden interessiert, ist das heute auch nicht – und auch sonst niemals – das Thema.

Der Gerät ist groß.
Der Gerät ist tief.
Der Gerät ist immer zuverlässig.
und der Gerät ist schon vor mir in der Küche.

Der Gerät ist mein Wok! 🙂 Der Wok – eine Lebenseinstellung. Nicht nur dass er einem vorgaukelt, man würde sich – egal was man mit ihm kocht – gesund ernähren. Nein, ein Wok ist noch so Vieles mehr. Er kann auch Schutzschild, Trommel, Verteidigungswaffe etc. sein. In Deutschland wird er leider meist als Sportgerät benutzt – außer natürlich von den in Deutschland ansässigen und viel weiter entwickelten Asiaten, die halt schon viel früher festgestellt haben, dass man mit dem Wok auch kochen kann. Die Deutschen hingegen bevorzugen es ihre Hintern in eben so einen Wok zu quetschen, sich dann damit unfassbar steile, eisige Rodelbahnen runter zu stürzen und von ihrer Leistung dann auch noch die Zeit zu messen. Im Laufe der Jahre wurden sogar noch mini Woks für die Füße produziert – denn wenn man schon sowas unfassbar Dummes tut, dann will man dabei wenigstens nicht auch noch Dümmer aussehen als man muss, und das wiederum tut man, wenn man sich mit den Füßen beim Wok-Rodeln nicht auf dem Untergrund abstützen kann, sondern diese unkoordiniert in die Luft streckt, wie … entschuldigt bitte … eine Frau beim Gyn!!! Ja, es finden sich auch hierbei Jahr für Jahr nette Z-Promis die sich wagemutig die Rodelbahnen runterstürzen und dabei fast den Hals brechen. Aber immerhin haben sie danach endlich mal das Recht und das Verständnis vom Rest der Bevölkerung dieses schönen Landes, über ihre dabei errungenen Wehwehchen zu klagen…ein Herrliches Spektakel diese Wok-WM…wann ist die nächste eigentlich? Ist doch mal wieder Zeit oder?? Das ist doch eine Winterveranstaltung! Falls jemand einen Termin benennen kann, möchte hier bitte kommentieren. Vielen Dank an Stefan Raab. I love it!

Bei mir in der Wohnung wird mit dem Wok allerdings nur gekocht (Ich hoffe ich habe das sportbegeisterte Monster nun nicht geweckt – *verängstigtnachrechtsundlinksschau*).

Anbei zwei meiner Lieblings-Wok-Gerichte – DIe natürlich auch beide in einer großen Pfanne funktionieren…

Nudeln mit Gambas in Kokos-Chili-Sauce

  • 200 g Instant Asia Nudeln
  • 1 Prise Jodsalz
  • 1 Bund Frühlingszwiebeln, aber 2 normale Zwiebeln tun es auch – ich persönlich mag gerne beides zusammen
  • 1 Stück Chilischote, rot
  • 3 Stück rote Paprika
  • 1 TL Pflanzenöl
  • 350 g Riesengarnelen
  • 1 TL Curry-Würzpaste, rot
  • 200 ml Kokosmilch
  • Salz und Pfeffer

Zwiebeln würfeln, Frühlingszwiebeln und Chilischote in Ringe und Paprika in Stücke schneiden. Öl in einem Wok erhitzen und erst die Zwiebeln glasig dünsten, dann nach und nach das Gemüse zugeben (Paprika, Chili darin ca. 3–5 Minuten anbraten.
Gambas und Currypaste zufügen und weitere ca. 5 Minuten braten. Kokosmilch zugießen und ca. 5 Minuten köcheln lassen. Nudeln hineingeben, unterheben und nochmals 2-3min garen. Die 200g waren jetzt geschätzt – da müsst ihr mal sehen, ein bisschen reingeben, moment warten bis sie weich werden und dann evtl nochmal nachgeben. Die Soße sollte nicht mehr ganz so arg flüssig sein. Evtl mit Salz und Pfeffer würzen. Servieren und lecker.

 

Asia-Wok-Gemüse mit Rindfleisch

  • 3 EL Sojasauce
  • 1 EL Fischsauce
  • 1 EL Chilisauce
  • 1 1/2 EL Zitronensaft
  • 2 TL Rohrzucker
  • 2 TL Erdnussbutter, creamy
  • 250 ml Wasser
  • 2 TL Rapsöl
  • 1 EL Wasser
  • 3 Zehe(n) Knoblauch, zerkleinert
  • 2 TL Ingwer, zerkleinert
  • 340 g Rinderfilet, in Streifen geschnitten
  • 1 Stück Gemüsezwiebel/n, gehackt
  • 1 Stück (rot) Paprika, gehackt
  • 380 g Broccoli, in Röschen geteilt
  • 2 EL Koriander, frisch, gehackt
  • 2 EL (gehackt) Basilikum, gehackt
  • 2 TL Speisestärke
  • 100 g Sojasprossen, frisch

Soja-, Fisch- und Chilisauce, Zitronensaft, Rohrzucker, Erdnussbutter und Wasser gut miteinander verrühren. In einem Wok Öl auf mittlerer Hitze erwärmen. Knoblauch und Ingwer unter Rühren etwa 2 min. glasig dünsten, danach beides zur Seite stellen. Dann das Rinderfilet unter Rühren für 2 min. in der Pfanne anbraten. Auf einen Teller beiseite stellen. Nun die Zwiebeln und Paprika unter Rühren anbraten. Nach 2 min. die Broccoliröschen dazugeben und weitere 2 min. garen. Hitze reduzieren und den Saucen-Mix dazugeben. Broccoli weitere 3 – 4 min. darin köcheln lassen, bis er gar und trotzdem knackig ist. Rinderfilet, Koriander, Basilikum, Sojasprossen und Speisestärke unterrühren und etwa 1 min. kochen lassen, bis die Sauce leicht andickt. Hitze reduzieren und den Saucen-Mix dazugeben.