Januar 2013 archive

Der Dschungel

Leute, ich weiß ja nicht wie es euch geht, aber ich bekenne mich hiermit offiziell zur Dschungel-Guckerin. Die 7te Staffel von „Ich bin ein Star – holt mich hier raus“ ist seit letztem Wochenende gerade vorbei und der Nobse und ich haben uns wieder Abend für Abend köstlich über Deutschlands Z-Promminenz ammüsiert. Und da sich die liebe Kathrin Sass nun auch noch beim Lanz so wunderbar gegenüber dem Alt-Dschungel-König Per Kusmagk echauffiert hat, mache ich das nun auch zum Thema hier.

Manch einer mag ja meinen, daß die 2 Wochen Dschungel-Fieber die ab und zu mal aufkommen – ich weiß gar nicht, kommt das 2x im Jahr ?? – überflüssiger Verdummungsblödsinn sind. Aber ich sage ganz energisch: NEIN! Leute sehr ihr das denn nicht?? Die Verdummung Deutschlands kommt schon nachmittags auf RTL um 14:00 Uhr, wenn es heisst „Mitten im Leben“. Das Dschungel Camp ist ja wenigstens teilweise echt…ich meine, ich kann mir einfach nicht vorstellen dass in irgendeinem Drehbuch stand, dass Klaus von Klaus & Klaus seinen Klöten eine unfassbar lange Pause an der frischen Luft gönnen soll. Nein, daran verdummen wir meiner Meinung nach nicht. Vielmehr kann einem ironischen, aber dennoch faszinierten Zuschauer wie mir beim Reinzappen klar werden, wie glücklich ich mich schätzen kann, dass ich so „normal“ und unfassbar intelligent bin. Ich finde es einfach wunderbar, daß sich jedes Jahr aufs Neue ca.11 Dumme möchte-gern V.I.P.’s finden, die sich zu meinem ganz persönlichen Amüsement zum Horst machen.
Mittlerweile bin ich ja sogar realistisch genug zu sagen, dass diese ganzen Skandale, die dort immer wieder von jedem einzelnen Kandidaten aus dem Zauberhut gezogen werden, vorgegeben sein müssen…oder glaubt etwa tatsächlich jemand das Patrick Nuo pornosüchtig war??? Lustigerweise amüsiert mich das nur noch mehr. Ich meine, für die 50.000 EUR, die die Mäuschen da für ihren Dschungel-Urlaub in Australien mit kostenloser Fasten- und Entschlackungskur und Abenteuer mit der regionalen Flora und Fauna bekommen, kriegen sie durch diese Skandälchen ja auch noch Publicity ohne Ende. Seit Sonntag ist das Camp nun vorbei, aber egal auf welchen Radiosender ich schalte oder auf welche Polit- bzw. Society-Talkshow ich schalte, überall grinst mir Joey, Olivia und Georgina entgegen – und dabei bin ich noch nicht mal in Vietnam, wo sie ja die meisten „Fans“ hat.
Wie dem auch sei, ich bin Fan und freue mich jetzt schon wie Bolle auf die nächste Staffel. Bin gespannt ob sie diesmal so eine Berühmtheit wie z.B. Tatjana Gsell oder Naddel o.ä. an die Angel kriegen. Bock hätte ich da auf jeden Fall auch drauf.

Wicked Pumpkin

Moni: „Ich mag keinen Kürbis.“
Nobse: „Oh ich aber schon. Ich will Kürbissuppe.“
Moni: „Dann musst du den ganzen Topf alleine aufessen.“
Nobse: „Aber nur wenn die Suppe so gut ist wie bei meiner Omi.“
Moni: „Na super, das setzt mich absolut gar nicht unter Druck.“
Nobse: „:-)“

Ein Telefonat mit der Omi Lotti und etwa 5 Versuche später hab ich nun meine eigene Version dieser, wie ich gestehen muss, doch seeeehr leckeren Suppe gefunden.

Kürbissuppe mit Kokosmilch und Ingwer

  • 800 g Kürbisfleisch, (Hokkaido & Butternut)
  • 600 g Möhre(n), netto
  • 1 Zwiebel(n)
  • 5 cm Ingwer
  • 2 Äpfel
  • 2 EL Butter
  • 1 Liter Gemüsebrühe
  • 500 ml Kokosmilch
  • Salz und Pfeffer

Hokkaido aushöhlen und würfeln. Butternut schälen, aushöhlen und auch würfeln. Zwiebeln würfeln und in der Butter in einem großen Topf glasig dünsten. Dann den Kürbis dazu geben und auch eine Weile mitdünsten. In der Zwischenzeit den Ingwer schälen. Möhren und Ingwer auch fein würfeln und in den Topf zugeben. Äpfel schälen, würfeln und ebenfalls dazugeben. Alles mit der Gemüsebrühe ablöschen. Etwas Chillipulver hinzugeben und aufkochen. wenn das Gemüse weich ist, die Kokosmilch hinzugeben und noch einmal alles aufkochen. Zum Schluss die Suppe mit dem zauberstab pürrieren und mit Salz, Pfeffer und Chilli abschmecken. Mit leckerem Baguette servieren.

Jonas ist da…und braucht Windeln…

Ist euch schon mal aufgefallen, dass frischgebackene Eltern, die mit ihrem Zwerg zu Besuch kommen immer den halben Hausstand mitbringen? Bis an die Zähne sind sie ausgerüstet mit allem was der Zwerg benötigt. Anfangs am wichtigsten sicherlich die Windeln und die Feuchttücher…später dann nicht nur was für den Hintern. Da gibt es Schnuller, Gläschen, Löffelchen, Fläschchen, Plätzchen, Lätzchen, Rasseln, Kuscheltiere, Spucktücher, Wechselkleidung, im Winter Mützchen, im Sommer Hütchen…manch einer ist für jede Eventualität ausgerüstet und gewappnet…Da bekommt der Begriff einer Marry-Poppins-Tasche eine ganz neue Bedeutung. Ich bin jedes mal wider erstaunt wenn meine Freundinnen mit ihren Knirpsen und Keksen ausrücken, was alles in so einer Babytasche zu finden ist. Wie gut, dass die meisten aus dem Freundeskreis im EG wohnen – das Gekeuche mag ich mir ja gar nicht vorstellen. *grins* Das muss doch alles eine Tonne wiegen…vor allem, die Tonne auf der einen Seite und das rohe Ei im Maxi-Cosi in der anderen Hand – und im 2,5. Stock ruft dann der besorgte Papa an, ob sie das denn alles auch alleine schafft…Hallelujah. Männer, wisst ihr jetzt warum wir Frauen mit der wunderbaren Fähigkeit des Multitaskings gesegnet wurden?? Wenn nicht, dann fangt doch bitte noch einmal von vorne an zu lesen!

Manchmal hat Mutter aber sicherlich auch nicht die Absicht, den ganzen Tag außer Haus zu verbringen und mag die Tonne nicht mitschleppen…denke ich mir jedenfalls so…ich muss anmerken: ich bin kinderlos und daher sind das alles nur Mutmaßungen!
Deshalb hab ich meiner Freundin Sabine, oder vielmehr ihrem Sohnemann Jonas ne Wickeltasche gebastelt. Dort passt das Basisset rein, Windeln und Feuchttücher. Ich weiß zwar nicht ob sie jetzt letztendlich genutzt wird, aber ich persönlich halte sie für praktisch bei kurzen Ausflügen mit dem Kurzen..

Wickeltasche
Ihr braucht für diese Tasche am besten einen recht robusten, festen Stoff – dünnere Stoffe müssen vor der Verarbeitung mit Vlieseline verstärkt werden. Ich habe für die Aussenseite einen Jeans-ähnlichen Baumwollstoff gewählt. Ich habe für die Innentaschen und die Lasche einen anderen Stoff benutzt, das ist aber einfach Geschmacksache. Wer die Taschen auch anders machen möchte, rechnet einfach an beiden Seiten jeweils ca 8cm Überstand ab, da würden die Seiten dann später einfach eingeklappt und anstelle dessen näht man dann einfach die Taschen drauf.

Material

  • insgesamt 30 cm Stoff (140cm breit)
  • passenden Faden
  • Klettverschluss
  • Deko zum verzieren (z. B. Webbänder, Aufnäher, Applikationen)

 

1. Im Stoffbruch ein Rechteck 27x52cm ausschneiden (oder einen langen Schlauch 28x104cm).Für die Lasche noch einen
Streifen von 6x27cm ausschneiden.

2. Mit dem großen Teil beginnen. Sollte der Stoff stark ausfransen, einmal mit Zickzackstich versäubern. Solltet ihr Zierbänder o.ä. einnähen wollen, so wie bei meinem Beispiel, dann muss das zuerst passieren, bevor ihr die Seiten aufeinandernäht. Bänder unbedingt feststecken, die verrutschen unheimlich schnell. Bei meinem Beispiel müsst ihr ausserdem nun erst die Lasche entsprchend nähen, um sie dann an eine der kurzen Seiten zu legen und einfach mit einzunähen. Bei diesem Beispiel müsst ihr das nicht. Hierbei nun den Stoff rechts auf rechts falten und rundherum an den offenen Seiten mit 1,5cm Nahtzugabe abnähen. Dabei am Anfang ein ca. 10 cm großes Loch lassen zum wenden.

3. Den Stoff wenden. Dabei mit einem spitzen Gegenstand oder Lineal in die Ecken gehen, damit diese schön nach außen kommen.

4. Die Nähte ausbügeln. Das Etui in der Mitte falten, so dass die Vorderseite außen liegt und die Falz bügeln. Auf dem Windeletui auf der Vorderseite an den Seiten jeweils 8 cm abmessen und dort eine Linie ziehen. An dieser Linie werden die Seiten später eingeklappt. Die Lasche ersichtlich in der Mitte feststecken. Der Überstand ist ca. 2 cm die offene Seite.. Welche Seite ihr dafür auswählt ist egal. Dann die Lasche festnähem. Probiert vorher aus, wie weit die Lasche überstehen muss, damit ihr das Etui später schließen könnt.

In meinem Beispiel müssen nun die beiden Taschen genäht werden. Auch hier, wie bei dem großen Außenstück die Seiten zusammennähen und ein kleines Stück zum wenden offen lassen. Danach die Taschen einfach an die beiden äußeren Ränder des Außenstoffes nähen. Von der Breite her müsste es genau passen.

5. Zwei Teile Klettverschluss abschneiden und an den jeweiligen Stellen an der Lasche und an der anderen Seite des Etuis annähen. Auch hier gilt, vorher feststecken und ausprobieren!
Und zum Schluß einfach noch ein bisschen nach Geschmack verzieren. Ich hab einfach noch Namensknöpfe festgenäht. Und fertig!

Und gefüllt mit ein paar Windeln und einer Packung Feuchttüchern sieht das Ganze dann so aus.

Bella Italia 03

Und hier nun auch endlich mal der dritte und vorerst letzte Teil zu meiner Bella Italia Serie.

Was fehlt? Wir habenNudeln und Sauce gehabt – il dessert!

Cantuccini-Tiramisu mir Erdbeeren

  • 1/2 Zitrone
  • 150g Vanillejoghurt
  • 500g Marcarpone
  • 75g Zucker
  • 400g Schlagsahne
  • 500g Erdbeeren
  • 250g Cantuccini-Kekse
  • 200-250g Orangensaft
  • 50g Zartbitterschokolade
  • ca. 1 gehäufter EL Kakaopulver

Freut ihr euch schon? Oh mann, ich freu mich schon…Aber Achtung: 5h Wartezeit!!!!

Die halbe Zitrone auspressen und den Saft mit dem Joghurt, der Mascarpone und dem Zucker verrühren. Sahne steif schlagen und unter die Joghurt-Creme unterheben. Die Hälfte der Erdbeeren waschen und in dünne Scheiben schneiden.
Die Hälfte der Cantuccini in den Orangensaft tunken und in eine eckige Form mit hohem Rand dicht an dicht legen. Ca 1/3 der Joghurt-Creme auf den Cantuccini verteilen und die geschnittenen Erdbeerscheiben wieder dicht an dicht darauf verteilen. Darauf wieder 1/3 der Creme verstreichen. Die restlichen Cantuccini in Orangensaft tauchen und auf der Creme verteilen. Die übrige Creme darauf verstreichen. Zugedeckt mindestens 5h kaltstellen…die Cantuccini müssen gut durchweichen.
Nach der Wartezeit: Schokolade fein hacken und auf dem Tiramisu verstreuen und mit dem Kakao besteuben. Kurz vor dem Servieren die restlichen Erdbeeren waschen und je nach Größe halbieren oder vierteln und auf dem Tiramisu verteilen. Dann direkt servieren. Leggaaaaaaaa!!!!!!!!

Jahresrückblick 2012

Da ist es wieder. Dieses Gefühl am ersten Januar jeden Jahres, wo ich mich alt fühle, obwohl ich noch gar nicht sooooo alt bin. Mein Norbert würde jetzt grinsen, da er jünger ist als ich.
Was ich meine, ist dieses Gefühl, dass die Zeit abläuft. Wieder ist ein Jahr um und wie in „InTime“ verbrauche ich Zeit auf meinem ganz persönlichen Zeitkonto, unaufhaltsam und ganz fürchterlich brutal. So fühlt sich für mich auch immer der erste Januar an. Es zeigt mir jedes Jahr vor Augen, dass ich mal anfangen sollte alle Probleme und Sorgen endlich zu vergessen und, vielleicht nicht völlig kopflos, aber auf jeden Fall kopffrei anzufangen, meine Zeit hier zu genießen. Auch wenn dieses Gefühl eventuell nicht länger als ein paar Wochen anhält, aber immerhin motiviert es mich für das ganze nächste Jahr, Dinge manchmal einfach auszuprobieren, auf die Meinung anderer keinen Deut zu geben – wobei mir das immer noch sehr sehr seeeeeehr schwer fällt – aber vor allem, jeden kleinen Moment, jede noch so kleine Wunderbarheit aufzusaugen und in mir einzuschließen.

Der erste Januar ist für mich auch jedes Jahr nicht nur das alljährliche Neujahrs Skispringen, was immer im Fernsehen läuft seitdem ich mich erinnern kann…es ist für mich auch ein Tag an dem ich ganz unweigerlich daran erinnert werde, was ich im vergangenen Jahr alles geleistet hab und was ich auf keinen Fall wiederholen will – und da gibt es sowohl von dem einen, wie auch vom anderen, so Einiges. Ich bin mittlerweile nicht mehr so naiv und nehme mir gute Vorsätze vor, denn hey, jeder Tag ist gut dafür aufzuhören zu rauchen, abzunehmen, Geld zu sparen oder sonst irgendwas, was wir Erdenbewohner uns jedes Jahr aufs Neue vornehmen. Deshalb habe ich letztes Jahr im März aufgehört zu rauchen und nicht schon im Januar. Ich habe in 2012 das erste mal etwas von meiner Kunst verkauft, war 2 x im Urlaub (Skiurlaub in Tirol + auf Sylt), ich war auf 3 Hochzeiten, war auf 14 Geburtstagen und war keinmal bei IKEA – soweit ich mich erinnere !!!

(btw: ich höre hier gerade eine super Playlist bei Spotify mit Ben Howard und Newton Faulkner – sehr zu empfehlen – beide Herren!)

Leider sind auch Menschen aus meinem Leben hinaus getreten, die eine große Lücke hinterlassen haben. Diese Lücke versuche ich leider immer noch zu stopfen. Aber hey, jeder so wie er kann und wie er möchte!
Dafür sind andere Menschen (wieder-)aufgetaucht, deren Anwesenheit, und sei sie noch so selten, meeeeehr als gewünscht und eine echte Bereicherung ist.

2012 ist voller Fotos in meinem Kopf, die mir oftmals ein Lächeln entlocken. Und das ist es was ich mir für 2013 am meisten wünsche. Wunderbare Erinnerungen, am besten mit vieeeeelen wunderbaren Menschen, die daran wunderbar teilhaben wollen. Also, lasst uns loslegen und phänomenale Erinnerungen schaffen!