Oktober 2012 archive

Finger Food

Es war einmal in einem fernen Land namens NRW zu einer unfassbar mittelalterlichen Zeit, als sich Menschen noch Rezepte auf Papier und handschriftlich weitergegeben wurden…also quasi sehr lange her. Judiths Geburtstag – die eine-million-euro-Antwort wäre jetzt der wievielte – bei den Ellis Südle*****. Ich kann mich an drei dinge sehr deutlich erinnern: Tequila, demnach extremer Alkoholgenuss und das Essen – Somit eine legendärer Abend. Und zu Essen gab es etwas, was ich seitdem mit großem Erfolg sicherlich um die 100x selbst nachgemacht hab. Dazu braucht man frisches Mett. In NRW heisst das „Thüringer Mett“. Wisst ihr wie lange ich in Berlin danach gesucht habe bevor ich herausfand, daß Mett hier Hackepeter heisst????

Das Mett-Baguette

  • 1 Baguettebrot
  • 1 Schale KräuterSchmelzkäse
  • ca. 300g Thüringer Mett/Hackepeter
  • 1 Paprika

Das Baguette in ca 1,5cm breite Scheiben schneiden. Die Scheiben danach mit dem Schmelzkäse bestreichen. Die Paprika seeeeehr fein würfeln. Die Hälfte des Metts mit der Paprika verkneten. Nun auf eine Hälfte der Baguettescheiben das Paprikamett, und auf die andere Hälfte des restliche Mett streichen. Den Ofen auf ca. 180°C E-Herd vorheizen. Die Baguettscheiben auf einem Backblech mit Backpapier legen und im Ofen ca 15 Minuten backen und dann genießen. Schnell, einfach und echt gut. Danke Juditze!!!!!!

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Der Siegerkuchen

Heute war ein ganz besonderer Tag. Eigentlich nicht unbedingt für mich aber ich durfte an einem wunderbaren Tag für meinen Freund teilhaben. Denn heute war der Tag der Tage…die Cross Challenge 2012. Wer ab und zu mal fernsieht hat sicherlich bereits von dem Schlamm-Rennen aus Schottland gehört. Gestandene Männer entwickeln sich im Sinne „back to the roots“ zurück und machen ein Wettrennen in eisiger Kälte durch Schlamm, knapp vorm Gefrierpunkt dahinsiechendes Wasser (welches jegliche männlichen Körperextremitäten eigentlich beim bloßen Anblick bereits im Körperinneren verschwinden lässt!), sandigem und morastigem Boden und – weil das ja noch nicht reicht – über einen unwegsamen Hindernisparcours, der sie an ihre Grenzen führt. Und das alles machen sie…Achtung, Achtung…freiwillig!!! Und da ich mit so einem Typen auch noch mein Leben verbringe, war es nur eine Frage der Zeit, bis dieser urige Trend auch unsere Breitengrade erreicht und Nobse natürlich direkt beim ersten Rennen mit dabei ist. Demnach hieß es heute morgen, auf einen Sonntag (!!!) um 7:15…rrrrrrring rrrrring „hach Moni, es ist ein wunderschöner Morgen, die Sonne scheint und du hast einfach was tolles vor dir..kommst du drauf was??? Richtiiiig, Moni, du darfst aufstehen und dich in aller Herrgottsfrühe auf ein Feld stehen und Männern beim laufen zuschauen!
Na, aber gerne doch! Und den Shaggy nehm ich auch mit…der sich dann später sowas von in die virtuellen Hosen macht nach dem Startschuß, dass er 2 Stunden lang nur noch auf Armi will und mich in einer Tour anspringt. Argh. Und Mutti Uta auch. Nein, sie springt mich nicht an. Von uns dreien ist sie die Entspannteste. Und wenn ich schon mal da bin, dann will ich auch Foddos machen. Ja, ich wiederhole nochmal gerne, es war 7:15 heute morgen…da vergisst man schon mal die Speicherkarte…NA KLAAAR!!! Und da das Auto etwa 15 min Gehweg weit weg steht darf ich nun diese nutzlose, blöde Fototasche den halben Tag rumschleppen. Und der Hund springt. Schlamm, frische Hose…argh. Wunderbar!
Aber nach 1h und 35min ist der Spuk vorbei und der Mann glücklich im Ziel. Der Hund hört auf zu springen, Mama Uta spielt noch flott Memory und will Konzertkarten gewinnen und Nobse hat zum Glück wieder gute Laune und ist stolz wie Bolle! Und ich auch! Mein Süßer ist nun ein echter Mann. Mit richtigen „Cojones“!

Und für meinen richtigen Mann gibt es deshalb heute einen Siegerkuchen. Und da ich noch „Boskop“-Äpfel hab gibt es einen

Apfelkuchen mit Karamelkruste

den hab ich wieder aus dem wunderbaren Heft „Lecker-bakery“

Rezept für ein Backblech

  • 1 pck vanillepuddingpulver
  • und 1/2 Liter Milch für den Pudding
  • 250g & 2EL Zucker
  • 250g & 100g Butter
  • 350g Mehl
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • Salz
  • 5 Eier
  • 1 Pck Backpulver
  • 1,5kg Äpfel
  • 1 Becher Crème fraiche
  • 80g brauner Zucker

Puddingpulver nach Packungsanweisung kochen und im Wasserbad unter gfelegentlichem Umrühren abkühlen lassen. Ein tiefes Backblech oder eine Blechform (siehe Fotos) einfetten und mit Mehl ausstäuben. 250g Butter, 250g Zucker, Vanillezucker und eine Prise Salz mit dem Schneebesen des Handrührgerätes cremig schlagen. Eier einzeln unterrühren. Wenn die Masse cremig ist, 350g Mehl einrühren. Auch hier solange rühren bis sich eine cremige Masse bildet. Den Teig in dei Form gießen und glattstreichen.
Den Ofen in der Zwischenzeit vorheizen auf auf E-Herd: 175°C/Umluft 150°C/Gas: siehe Herstellerangaben. Die Äpfel schälen, Gehäuse abschneiden und die Äpfel vierteln. An der gewölbten Seite mit einem Messer längs 1cm tiefe Rillen einschneiden. Die Crème fraiche in das mittlerweile abgekühlte Puddingpulver einrühren und die Puddingcreme auf dem Teigboden in der Form oder auf dem Blech verteilen. Die Äpfel darauf verteilen. Im Ofen ca. 30min backen. 100g Butter mit dem braunen Zucker verkneten und auf dem Kuchen in Flöckchen verteilen. Danach den Kuchen nochmals 30-45min backen. Dazu passt wunderbar Schlagsahne.
Go, Apfelkuchen, Go!!!!

Süßes oder Saures?!?!

Schauriges Willkommen in der schrecklichsten Zeit des Jahres….uuuuuhhhhhaaaaaaaaa!!!!!! Ich kann einfach nicht verstehen, warum man keinen Spaß an Halloween haben kann. Verkleiden auf abartige Weise, Blut, Getier, und alles ein bisschen schmuddelig…wunderbar. Jedes Jahr versuche ich meine liebe Freunde dazu zu überreden mit mir zusammen auf eine schöne Halloween Party zu gehen…aber irgendwie sind die meist nicht so richtig begeistert. Bis auf Halloween 2010…da begab es sich, daß eine Hexe, Dr. Jekyl – Mr. Hyde und 2 Vampire sich aufgemacht haben, um Berlin das Fürchten zu lehren. Ausgestattet mit Theaterblut, Spinnweben, weisser Schminke, Einschusslöchern und Blutigen Fleischwunden, Eckzähnen und roten Kontaktlinsen…ein (Alb-)Traum.
Dennoch verbreitet sich Halloween immer weiter in Europa und die Monster erwachen pünktlich zum 31.10.
Das Leichteste am Phänomen Halloween ist die Erläuterung des Begriffs selbst: „hallowed” ist das alte Wort für „holy” = „saint”. „All Hallows’ Day” stellt also sprachgeschichtlich die ältere Variante zu „All Saints’ Day”, dem Allerheiligentag dar. „all hallows’ evening” meint dann den Vorabend zu Allerheiligen. Zusammengezogen wird die Bezeichnung zu „Hallowe’en” = „Halloween”.

Mir stellt sich nun die Frage, woher kommt nun das temporäre Interesse an diesem doch nicht von allen geliebten Kult? Liegt es an der zunehmenden amerikanisierung unserer Gesellschaft? Nein eigentlich nicht, denn ursprünglich kommt der Brauch nämlich aus Irland. Dort sagte man, daß zum Fest der Toten die verstorbenen Seelen aus ihren Ruhestätten kommen und sich neue Körper zum bewohnen suchen. Davor könnte man sich jedoch schützen, in dem man die Lichter lösche und sich selbst als unansehnliches Monster verkleide.

Aber die Menschheit entwickelt sich weiter und jetzt schreckt man die angeblichen Geister bereist auf dem Weg zum Haus mit ausgehöhlten Kürbissen mit Fratzen, ab…jaaa, ich find das auch super. Und jedes Jahr aufs neue stecke ich meine Hand in diese schleimigen Kürbisse und schneide ihnen auf brutalste Weise mit einem stumpfen Löffel ihre Eingeweide raus und ihnen danach auch noch zu dem vermutlichen Schmerzen die passenden Gesichter zu verleihen. Manch ein Kürbis findet diese Prozedur allerdings auch eher lustig und lacht ein psychopathisches Lachen. Dieses Jahr sind bei mir im Garten beide Spezies vertreten.

Also: Krähenfuß und Schneckenschleim, Monster sind in deinem Heim!!!

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Weil es so schön ist

…bei mir dreht sich gerade alles um den Herbst und was der uns so bringt. Ich weiß, immer den Herbst als Aufhänger zu nehmen wird auf Dauer echt öde…ich werde mich zügeln. Aber was soll man auch tun, wenn es so viele schöne saisonale Dinge zu machen gibt.

Zum Beispiel: frische Pilze. Mein Norbert mag keine Pilze. Ich hab ihm mal versucht welche in einer Sauce unterzujubeln. Schnitzelsauce von Maggi aus der Tüte – ja, ich hab auch ab und an mal nix gegen fertige Sachen…es ist nicht alles schlecht, nur weil Maggi drauf steht. Na jedenfalls hab beim einkaufen nicht gesehen, dass das ne Pilzsoße war und ich hatte keine Alternative. Ich hab es ihm vorgesetzt mit den Worten „Voilá, Schnitzel mit Schnitzelsauce!“ und auf die Frage hin, wie es ihm schmeckt, kam dann: „Joa, das Schnitzel ist super, aber die Pilzsoße kannst du beim nächsten mal einfach weglassen!“ *gg*

Aber mir schmecken die Pfifferlinge, Steinpilze, Champignons und co. – oder auch Schwammerl – einfach sehr gut.
Daher darf mindestens einmal im Herbst ein schönes Pilzrisotto in meinem Menüplan – natürlich NUR in meinem – nicht fehlen.

Pilzrisotto

  • 300g Pilze, gemischt
  • 200g Risottoreis
  • 2 Schalotten
  • 1 Bund Petersilie
  • 1 Knoblauchzehe
  • 40g Butter
  • 100ml Weißwein
  • 400ml Hühnerbrühe (könnte auch etwas mehr sein)
  • ca. 50g Parmesan
  • Olivenöl, Salz, Pfeffer & Muskat

Die Pilze putzen und klein hacken. Eine Schalotte und Knofi schälen, fein hacken und in einem mittelgroßen Topf in 1 EL Butter andünsten, bis die Schalotten glasig sind. Den Reis dazugeben und kurz mitdünsten. Das Ganze nach etwa 2-3 Minuten mit dem Weißwein ablöschen und den Geflügelfond zugeben. Den Reis etwa 12-15 Minuten unter ständigem Rühren schwach köcheln lassen (bis er gar ist). Evtl immer mal wieder ein wenig brühe oder Wein zugießen. Es sollte sich eine homogene Masse bilden, aber auch nicht so trocken sein, dass der Reis schnell anbrennt. Danach den Topf vom Herd nehmen und die restliche Butter und den Parmesan unterrühren.
In einer Pfanne öl erhitzen, die zweite Schalotte fein hacken und zusammen mit den Pilzen in der Pfanne 3-4 Minuten andünsten. Danach die Pilze unter das Risotto heben. Mit Salz Pfeffer und Muskat würzen und mit gehackter, drischer Petersilie bestreuen.
Ich mache mir dann zum Schluss oben noch etwas Parmesan drauf. Leckaaaaaaaaa.

Eine Ode an die Schoki

Es ist Herbst. Falls das noch nicht alle festgestellt haben, wollte ich es noch mal erwähnen. Also, es ist Herbst. Ich mag diese Jahreszeit ganz besonders gerne, da ich im Herbst Geburtstag habe. Ich glaube daran, daß die Jahreszeit in der man geboren ist, den Menschen ein bisschen prägt. Und da der Herbst einfach mal dunkel und kalt und zum einkuscheln ist, fangen viele Leute an nun wieder heiße Schokolade zu trinken. Womit wir beim eigentlichen Thema wären. Denn ich glaube durch die dunkle Jahreszeit brauchen die Menschen ganz viele Stimmungsaufheller, um einigermaßen glücklich über den Winter zu kommen. Und deshalb glaube ich auch ganz fest, dass, da Schokolade glücklich macht, dafür bestens geeignet ist, und jeder, der etwas anderes behauptet ist kein Genussmensch. Mein lieber Norbert weiß ganz genau, dass mich Schokolade glücklich macht. Und er weiß auch, dass meckern „oh mann, sind die Schoko-Bons schon wieder alle???“ sowas von unproduktiv ist, dass er es eigentlich auch schon wieder nicht mehr macht. Gut so…Moni auf Schokoladen-Entzug möchte nämlich KEINER!. Ich denke, dass schon die alten Aztheken, Maja oder sonst irgendeine hochgebildete Kultur, die Kakao gewonnen haben, wussten, dass das eigentlich eine Droge ist. Frauen brauchen Schokolade zum Leben. Nun stellt euch die politischen Ausmaße vor, die eine Frau Merkel ohne Schokolade anrichten würde. Da funktioniert das logische Denken einfach nicht mehr richtig und plötzlich schwimmt Südamerika im Geld, weil sie alle Kakao-Vorräte aufgekauft hat. Jawohl so kanns gehen…oder aber sie geht im Kanzleramt einfach inne Cafeteria und ist nen Schoko-Pudding. 🙂

Damit mit so ein Unheil nicht passiert, füttere ich mein inneres Schokoladen-Tier immer fein brav mit besagter Droge und bin demnach gerade extrem glücklich. mmhhhhhhh….Mehr Schokolade für das Volk!!!

Perfektes-Duo