September 2012 archive

Und weg isser…

…der September. Es laufen gerade die letzten 1,5h an und irgendwie macht es mich traurig. Es macht mich traurig, dass mein Lieblingsmonat so schnell vorüber ist, wie es gekommen ist. Außerdem hat mich dieses letzte September Wochenende auch drauf aufmerksam gemacht, daß ich diesen Monat wieder um einen Lenz älter geworden bin und ich habe leider gemerkt..f***…ich werde alt. Zum Einen scheint mein Hirn bei einfachen mathematischen Aufgaben zu versagen („80+(2*2)=82!!!…5 Minuten später…und 60+(2*4)=62!!!) …zum Anderen habe ich mir mal wieder versucht bei netter Tanzmusik mit lauten Gitarren ein wenig die Glieder zu verrenken und muss sagen, dass geht nicht mehr so wie noch vor 7-8 Jahren. Irgendwie werd ich dann doch irgendwann müde und das obwohl der Wille und Red Bull mir zur Seite standen und sich angeboten haben. Aber nein, die Glieder haben den Schrei des Bettes vernommen und waren dann auch im unaufhaltsamen Anflug auf die Homebase. Dennoch, an dieser Stelle soll gesagt werden: Sören…Champus und Mexikaner sollte man unbedingt mischen!!!

Also irgendwie kommt bei mir gerade die Herbst-Melancholie auf und dazu passt sehr gut ein schönes Essen aus meiner Kindheit. Ich glaub ich hab das seit Jahren nimmer gegessen.

Kopytka – Polnische Kartoffel-Schupfnudeln

Ich habe das früher geliebt und bin schon oft davor zurückgeschreckt, Kopytka selbst zu machen…alles was mit Teig zutun hat, hat auch immer was mit Arbeit zutun. Nun isses aber soweit. Let’s go.

Kopytka (Huflein)

  • 500g mehligkochende Kartoffeln
  • 500g Mehl
  • 1 Ei
  • 1 Prise Salz
  • Butter
  • Zucker

Die Kartoffeln im Salzwasser kochen, Stampfen und abkühlen lassen. Den abgekühlten Kartoffelstampf mit dem Mehl und dem Ei zu einem glatten Teig kneten. Den Teig nach und nach zu 2cm dünnen Teigrollen rollen. Mit einem Messer kleine Rauten schneiden. In einem großen Topf Wasser zum kochen bringen. Die Kopytka nach und nach ins kochende Wasser geben und kochen. Währenddessen in einer kleinen Pfanne Butter schmelzen. Wenn die Nudeln im Wasser oben schwimmen, noch einen Moment weiter kochen, dann rausnehmen und direkt die Butter drüber gießen, damit sie nicht zusammenkleben. Auf dem Teller dann mit Butter und Zucker servieren. Et voilá.

Pierogi Polskie

So, manchmal lässt sich meine polnische Herkunft einfach nicht leugnen. Meistens bei Sprichwörtern, die ich verdrehe. Manchmal auch wenn ich wütend bin und anfange mit den ganzen „Kurwas“ & „Kurdes“ um mich zu schmeissen. Aber meistens dann doch eher beim Essen…dazu gleich mehr.

Vorher eine kleine Anekdote:
Diese Woche hatte ich doch tatsächlich in Berlin das Glück, dass sich jemand über meine polnischen Wurzeln gefreut hat, sogar so sehr, dass direkt für mich gesungen wurde!! Glaubste nich? Wirklich jetzt!!!!

Dienstag Morgen 8:00h. Im Radio spielen Sie gerade Smoke on the Water und ich steh vorm Waschbecken und sehe auch alles wie durch Rauch. Mein Gesicht ist so zugequollen vom Schlaf, dass man beim besten willen meine Augenfarbe nicht bestimmen könnte. Arghhh…das wird kein guter Tag!
Das Lied ist zu Ende und T-Bone erklärt, dass internationaler Tag der Sprachen sei. Und sie immer noch Leute suchen, die anrufen und die Crew in ihrer Landessprache begrüssen. Und plötzlich bin ich wach…warum? Sicherlich nicht um tiefgründige, morgentliche, polnische Gespräche um 8:00h im Radio zu führen. Allerdings ist das meine Chance fürs Wochenende an Gästelistenplätze im Magnet zu kommen und sich wie ein VIP zu fühlen (jajaaa….und 5 EUR Eintritt zu sparen, weil ich ein Geizhals bin). Da spricht man doch auch mal freiwillig ein paar Sätze Polnisch im Radio wenn man schon so nett gebeten wird, oder?
Also, *telefonzück-nummerwehl“ und zack. „Nach dem nächsten Song bist du OnAIr“…Green Day mit Longview…warten warten warten…und mitten im Lied spielen sie ein anderes Lied ein, das hörte sich so an als ob zwei tonspuren übereinander liefen..hm…komisch..ich glaube das war Bruce Springsteen mit Mony Mony, ein COversong eines alten Rock Classicers aus den 60ern. Egal.
Lied zu Ende und T-Bone moderiert mich quasi an, nochmal mit der Geschichte zum Sprachentag blablabla: „Aber bevor wir unsere nächste Anruferin anhören: Moni, das ist für dich!“ Und live und richtig geil fangen T-Bone auf der Gitarre und Martin Kesici und Bianca zu singen an und zwar den Refrain dieses Liedes – man achte bitte was die da singen:

Oh mann…SO WILL MAN EINEN TAG BEGINNEN!!!! Ich war so platt, daß ich ganz vergessen hab was ich eigentlich sagen wollte und mich voll verhaspelt hab. Aber das war gar nicht mehr wichtig und peinlich schon gar nicht (rede ich mir immer noch erfolgreich ein!). Alle waren begeistert und der Gästelistenplatz war natürlich auch noch drin!

Ich habe Mittags immer noch gegrinst!

Zurück zum Essen. Die Polen essen Deftig! Und eine der besten Erfindungen, die die Polen gemacht haben, sind meiner Meinung nach Pierogi (dt.:Piroggen), wunderbare Maultaschen mit allerlei Füllungsmöglichkeiten.
Letztes Jahr gab es anlässlich meines Geburtstags einen Bayerischen Abend, mit Oktoberfest-Bier, Brezeln, Obazda und Hähnchen.
Dieses Jahr hab ich zum polnischen Abend geladen mit Pierogi, und zwar Pierogi mit Rindfleischfüllung, mit Pilzfüllung und zum Nachtisch Pierogi mit Blaubeerfüllung und Vanillesauce. Eigentlich ist alles relativ einfach gemacht, sobald man die Füllungen fertig hat, die dauern ein bisschen.

Pierogi

Für den Teig:
Was die Menge angeht, kann ich nur sagen, dass die Portion Teig hier ca für 3 Personen reicht. Ich hatte an meinem Geburtstag das dreifache für 9 Personen gemacht und es hat gerade so gereicht.

  • 500g Mehl
  • 1 Ei
  • heisses Wasser
  • 1 Prise Salz
  • 1 EL Butter oder Öl

Mehl in eine Schüssel geben und das Ei, das Salz und das Öl hinzugeben. Mit den Händen anfangen alles zu verkneten und immer wieder etwas heisses Wasser hinzugeben. Der teig darf am Ende nicht spröde sein, er darf aber auch nicht an der Schüssel oder den Händen kleben. Wenn er zu klebrig geworden ist, einfach noch ein bisschen Mehl hinzutun. Gleiches natürlich in der anderen Richtung mit Wasser.

Füllung:

Pilzfüllung:

  • Mischpilze (Frisch, getrocknet oder TK – aus dem Glas sind sie nciht so toll, aroma ist irgendwie nicht so meins)
  • 2 Zwiebeln
  • Salz/Pfeffer

Wenn Getrocknet, dann 1h vorher in eine Schüssel mit kaltem Wasser einweichen lassen. Danach die Pilze ausdrücken und fein hacken. (Aus dem Pilzwassser vom Einweichen kann man auch wunderbar eine Pilzsuppe zubereiten, wer mag – allerdings ganz vorsichtig, nicht mit Schwung das Pilzwasser aus der Schüssel kippen, da sich auf dem Grund der ganze Sand und vllt. noch etwas Schmutz von den Pilzen gesammelt hat. Den braucht man nicht für die Suppe).
TK-Pilze natürlich früh genug auftauen lassen und dann auch klein hacken.
Und auch die frischen Pilze – sollte natürlich immer die erste Wahl sein – klein hacken.

Die Zwiebeln in kleine Würfel schneiden.
Die Pilze in einer großen beschichteten Pfanne heiss anbraten, dann die Hitze runterdrehen und die Zwiebeln dazugeben und weiter braten. Nicht erschrecken, die Pilze verlieren sehr an Volumen, da ihnen die ganze Feuchtigkeit entzogen wird.
Mit Pfeffer und Salz ordentlich würzen.

Fleischfüllung:
Ich hab sie schon mal mit Geflügel und jetzt auch einmal mit Rindfleischfüllung gemacht. Für meinen Geschmack ist die Rindfleischfüllung besser, da sie im ganzen kräftiger ist. Aber das muss jeder für sich entscheiden. Für die Fleischfüllungen benötigt man einen Fleischwolf – und ich weiß das, weil meiner nämlich beim letzten mal kaputt gegangen ist und mir dabei sehr viele „Kurwa“s und „Scheiße“s entwischt sind!)

Rindfleischfüllung:

  • 500g Rindergulasch
  • Wasser
  • 2 Lorbeerblätter
  • 2 Zwiebeln
  • Etwas Rinderbrühe (instant)
  • Salz und Pfeffer
  • 1 altes Brötchen oder wahlweise auch etwas Paniermehl oder Semmelbrösel (ca 50-100g)

Das Gulasch in einem Schmortopf scharf anbraten und rausnehmen. Zwiebeln in kleine Würfel schneiden und im gleichen Topf glasig braten. Das Gulasch mit Bratensaft wieder zurück in den Topf geben, etwas Wasser eingießen (ca 100 ml) 1-2 TL Brühe einrühren und die Lorbeerblätter hineingeben. Deckel drauf und schmoren lassen. Ich hab alle 15 min mal geguckt ob noch Wasser drin ist. Wenns knapp wird, einfach wieder ein bisschen nachgießen – immer soviel, dass der Boden deutlich bedeckt ist. So lange schmoren bis das Fleisch gar ist. Abkühlen lassen.
Nun kommt der anstrengende Teil: Fleischwolf aufstellen und das Fleisch, inkl Zwiebeln und Brötchen durch den Fleischwolf drehen.
Fertig.

Geflügelfüllung:

  • 4 Hähnchenschenkel
  • Suppengrün
  • etwas Geflügelbrühe
  • Salz und Pfeffer
  • 1 altes Brötchen oder wahlweise auch etwas Paniermehl oder Semmelbrösel (ca 50-100g)

Die Hähnchenschenkel in einem großen Suppentopf mit Wasser bedecken und aufkochen lassen. Währenddessen das Suppengrün kleinschneiden und dazugeben. 2-3 TL Brühe hinzugeben und das Ganze ca 3/4 Stunde auf kleiner Flamme köcheln lassen.
Danach die Schenkel rausnehmen und abkühlen lassen. (by the way: nun habt ihr auch direkt noch als Abfallprodukt eine lecker Vorspeise gemacht – Hühnersuppe. Noch Suppennudeln dazu und fertig).
Die abgekühlten Schenkel nun von Haut und Knochen befreien und zusammen mit etwas Paniermehl durch den Fleischwolf drehen. Zum Schluss mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Fertig.

Wenn man die Füllungen fertig bereitstehen hat kommt man zum Endspurt. Aber täuscht euch nicht. Dieser Endspurt zieht sich ziemlich.

Nun den Teig dünn ausrollen und mit einem Glas Kreise ausstechen. Danach mit einem Teelöffel die Füllung in der Mitte positionieren, mit ein bisschen Wasser den Teigrand anfeuchten und ordentlich zukleben. Dabei darauf achten, dass nirgends ein Loch übrig bleibt, sonst gehen sie beim kochen wieder auf und die Füllung verteilt sich im Kochwasser.

Für die süße Variante einfach immer ein paar Blaubeeren in die Mitte setzen.

In einem großen Kochtopf gesalzenes Wasser zum kochen bringen. Pierogi nach und nach hineintun – nicht zu viele, sie sollten sich nicht stapeln. Wenn die Pierogi oben schwimmen dann noch 2-3 min. weiterkochen und dann rausnehmen.

Ich gebe bei den deftigen Pierogi gerne noch etwas Butter und ausgelassene Speck- oder Schinkenwürfel drüber.
Bei den Süßen mit Blaubeeren dann natürlich Vanillesauce.

Smacznego!!!

Blaubeer-Brioches

Es ist Spätsommer und das ist endlich meine Obstzeit. Ich steh total auf Blaubeeren, Äpfel und Birnen…allerdings nur in verarbeiteter Form, bin ansonsten nicht so der Obstesser. Da muss ich schon richtig Lust drauf haben.
Aber in Kuchen, Quark oder Shakes…mmmhhhh, lecker.

Letzte Woche musste ich mal wieder zum Zahnarzt…Ja, da fragt man sich wozu ich diese Obsteinleitung eigentlich schreibe, wenn ich euch jetzt von meiner Wurzelbehandlung berichten will…mööööp, das eine schließt ja das andere nicht aus.
Die Wurzelbehandlung war zwar schon das Lowlight *welchwortwitz* der Woche, aber es hat auch was positives. Da mein Zahnarzt JWD – Janz weit draussen – seine Praxis hat, im tiefsten Nikolassee, kommt man durchaus an dem ein oder anderen Stand mit Obst aus der Region vorbei, die sich am STraßenrand postiert haben. Und siehe da, Blaubeeren im Angebot. Ein Kilo Blaubeeren für 6,50EUR!!! Da konnte ich nicht nein sagen.

Also gab es erst polnische Piroggen mit Blaubeeren und Vanillesauce und zwei Tage später wunderbare Blaubeer-Brioches. Sehr zu empfehlen.

Blaubeer-Brioches

Blaubeerbroetchen

  • 1 kl. Schälchen Blaubeeren
  • 250 g Mehl
  • 100 ml lauwarme Milch
  • 25 – 30 g frische Hefe
  • 1 EL Zucker
  • 1 TL Salz
  • 2 Eier
  • 1 Eigelb extra zum Bestreichen
  • 125 g Butter
  • etwas Hagelzucker

Den Backofen auf moderate 50°C vorheizen. Für den Gärteig die Hefe in kleinen Flöckchen, etwas lauwarme Milch (ca. 2-3 EL) und 1 EL Zucker in einer Tasse zu einem Hefebrei verrühren. Die Tasse für ca 10-15 min. in den Ofen stellen zum Gären. In die Ofentür einen Holzlöffel stecken, damit die Luft zirkluieren kann.
In der Zwischenzeit das Mehl in eine große Schüssel geben. In die Mitte mit der Hand eine Mulde eindrücken. Die gegärte Hefemilch in die Mulde gießen und mit dem Knethaken des Mixers, zusammen mit 1 TL Salz, den Eiern und der restlichen lauwarmen Milch, in welche zuvor die Butter in kleine Stücke eingerührt wurde, einen geschmeidigen mittelfesten Hefeteig schlagen. Dabei auf den Boden der Schüssel immer wieder etwas Mehl streuen, bis sich alles von der Schüssel gelöst hat, und ein glatter runder Teigklumpen entstanden ist.
Die Schüssel mit einem Küchentuch abdecken und nochmals für ca 20min in den Ofen stellen, bis sich das Teigvolumen verdoppelt hat. Auch hierbei wieder den Holzlöffel zwischenklemmen.
Danach den Backofen auf 200°C (E-Herd) vorheizen.
Den Teig aus der Schüssel nehmen und zusammen mit etwas Mehl auf der Arbeitsfläche nochmals sehr gut durchkneten, dabei die ganze Luft herauspressen. Der Teig ist fertig wenn er so gut wie nicht mehr an den Händen klebt. Aus dem ganzen Teig eine dicke Rolle formen. Diese Teigrolle in gleichmäßige Stücke von ca. 40 – 50 g zu einer Kugel formen. Manche benutzen nun auch Förmchen (es gibt extra Brioches-Förmchen) aber ich besitze sowas nicht, also tut es auch einfach das Backblech mit Backpapier.
Einen Rest Teig übrig lassen. Aus diesem Teig kleinere Kugeln von ca. 10 g Gewicht formen. Mit der Hand in die Mitte der großen Kugel ein tiefes Loch drücken. In die Mulde nun jeweils 3-5 Blaubeeren leicht eindrücken, je nachdem wie groß die Blaubeeren sind. Zum Schluß die kleinere Kugeloben auflegen und den Rand leicht mit dem unteren verkleben.
Wer mag kann nun mit einer kleinen Schere ringsum, ohne das kleine Köpfchen zu berühren, ein paar Schnitte in den Teig machen.
Ein Eigelb mit etwas Milch mit einer Gabel zerquirlen.
Die Brioches, vorsichtig, an der Oberfläche, damit einpinseln, und im vor geheiztem Backofen, auf der mittleren Einschubleiste
25 – 30 Minuten backen.

Et voilà!!!

Handyhüllen-Experiment

Individualität wird in einer Gesellschaft, die im Überfluss versinkt ganz groß geschrieben, daher ist es nicht verwunderlich, dass sich die Menschen versuchen von der Masse abzuheben…und das fängt nicht erst bei dem Auto, der Frisur oder den Klamotten an…sondern bereits bei Handyhüllen. Ich hab mir gedacht, dass ich das auch ausprobieren möchte und mit einem absoluten Unikat rumlaufen will. AUch nobse fand die Idee gut und siehe da, nun haben wir Handyhüllen, die sonst keiner hat. Ob das jetzt schön ist, liegt sicherlich im Auge des Betrachters…aber uns gefällts.

Ein Täschchen für Sandrine…

Es ist Samstag…ich habe ausgeschlafen…und danach bloß kein Stress bitte. In Ruhe Frühstücken mit Sonne und Nobse am Tisch…ein Traum. Ich habe so gute Laune wie schon lange nicht mehr…Währenddessen die Tagesplanung besprechen und feststellen, daß es schon 12h Mittags ist und entsetzt die Augen aufreissen…SHIT!! OK…um 18h geht die Party bei Sandrine los und meine Geschenkidee ist noch nicht mal ansatzweise in der Umsetzung. OK, man taucht nicht als erstes auf der Party auf und stürzt sich dann aufs Buffet…geht gar nicht…also werden wir um 19h aufkreuzen…das heisst T+7h!!

12:05h Einkaufliste endlich anfangen.
12:20h Einkaufsliste liegengelassen auf dem Frühstückstisch und ab ins Auto und zum völlig überfüllten Berliner Supermarkt…Also wer auf einen Samstag den Wocheneinkauf macht ist nun wirklich selber schuld. Und wer dann auch noch die Einkaufsliste vergisst, der braucht 3x so lange.
12:45h Parkplatz gefunden und ab in die Schlange mit dem Leergut…es sind 9 Einkaufswagen (randvoll mit Plastikflaschen) vor mir und alle haben wunderbar gute Laune…und vor allem Zeit. Und dann sehe ich ganz vorne einen älteren Herren, der leider auch nach 10 Jahren mir Leergutautomaten immer noch nicht das Prinzip verstanden hat und demnach einen von zwei Automaten außer Gefecht setzt…es ertönt ein ohrenbetäubendes Piepen und die liebe Uschi vom Leergutautomaten-Entstörungsdienst hat auch an diesem Samstag die Ruhe weg, und ich denke mir, wenn die weiter so langsam läuft muss ich ihr die falschen Nägel ausreissen!! ARGHHHHH
13:02h Endlich betrete ich den Supermarkt und stehe direkt in der Obst und Gemüse Abteilung vor dem nächsten Problem: es gibt zwei Waagen und in beiden ist die Kleberolle alle. Aber bis zu denen komm ich ja gar nicht, denn es ist so voll, dass ich mit meinem Wagen gar nicht reinfahren kann. Ich muss ihn im Hauptgang parken.

Kürzen wir das mal hier etwas ab, ich habe mich nämlich an diesem Samstag noch ungefähr 20x über die Menschen im Allgemeinen und über etwa 10 Menschen im Speziellen aufgeregt.

Wie ich eben schonmal erwähnt habe, Sandrine hat Geburtstag und feiert diesen auch. Und es ist auch noch ein runder! Sie bekommt also neben einem relativ unkreativen Buch auch noch etwas Selbstgemachtes. Und zwar haben wir uns überlegt, dass sie ein kleines selbstgenähtes Säckchen mit eingestickten Initialen bekommt, welches 30 1EUR Münzen enthält. Die glorreiche Idee mit den Münzen kam Nobse wunderbarerweise erst an besagtem Morgen. Und nun soll mal jemand sagen, es wäre einfach auf einen Samstag, ohne das ein Bankschalter offen hat, 30 1EUR Münzen zu besorgen.

14:30h Ich habe es geschafft und fahre mit meinem vollen Einkaufswagen aus dem immer noch ekelig vollen Supermarkt. Jetzt nur noch fix die Münzen besorgen und endlich ab nach Hause…
15:00h bei Rossmann: „ich nehme nur diese Mini-Bübchen-Creme für 65 cent. Und könnten sie mir auf den 5er bitte mit 1EUR Münzen rausgeben?“ „Nee…soviele hab ich nicht…“ ich schaue in ihre Kasse und stelle fest, dass sie fast NUR 1EUR Münzen hat. Und dann laufe ich rot an…denn sie gibt mir zwei 2EUR Münzen…ARGHHHHHHHH

15:30h Nachdem ich in fast allen Läden an der Storkower Straße nun irgendwelche Cent-Artikel gekauft hab, nur um die Münzen zu bekommen, und ich mein wöchentliches Aggressionspotential nun ausgeschöpft habe, komm ich zuhause an.
15:35h Einkäufe ausladen
15:45h Einkäufe einräumen
16:00h Mit dem Hund Gassi gehen

wo ist eigentlich Nobse….ach jaaaa, er hat ja Wochenende, da geht er mal Radfahren…

16:30h ich sitze endlich an der Nähmaschine und mache Folgendes:

Fertiiiiig!!!

18.23h Wir sitzen unfassbarerweise geduscht, gestylt, und einigermaßen entspannt in der S-Bahn auf dem Weg in den Mauerpark…

…ich sag doch…ich werde den Freizeitstress einfach nicht los!

Erdnusscreme-Cheesecake mit Schoko und Karamel

Ein neues Treffen – ein neuer Kuchen – 10kg mehr auf den Hüften…schon alleine vom Hinsehen! Aber was solls. Ich weiß nicht wie es Euch so geht, aber ich kann meistens nicht nein sagen, wenn es um Süßes geht…ausser ich bin auf einer Hochzeit und das Essen vorher ist schon so gut, dass ich vergesse mir noch Platz zu lassen und dann passiert die Katastrophe: Die Torte(n) kommen und ich kann sie nicht ansehen, denn sonst wird mir übel! Tragisch…

Zurück zum Thema…ein Stück vom Glück ist die Original Headline zu dem folgenden ausprobierten Rezept, dass wir dem Backspecial „Lecker Bakery – das neue Backen 2.0“ der Zeitschrift http://www.lecker.de entnommen haben. Auch hier, falls sich jemals jemand von denen hierhin verirren sollte…GAAAAANZ TOLLES HEFT! MEHR!!!

Erdnusscreme-Cheesecake mir Schoko und Karamel

OMG – ganz genau! Dann wollen wir mal…

Kurze Anmerkung vorweg für solche Spezis wie mich, die einfach von oben alles anfangen abzuarbeiten und sich nicht erst das komplette Rezept einmal durchlesen – ja ich kenne das nur zu gut: Der Kuchen hat eine Gesammtwartezeit von ca 4-5 Stunden! Bitte bedenken! Aber es lohnt sich. So, nu aber…

Mürbeteig

  • 200g Mehl
  • 1 Prise Salz
  • 75g brauner Zucker
  • 125g kalte Butter
  • 1 Ei

Mehl, Zucker und Salz in einer Rührschüssel vermischen. Butter in Flocken und dann das Ei dazugeben. Das Ganze erst mit dem Handmixer mit Knethaken, danach nochmals ordentlich mit den Händen verkneten. Mit Frischhaltefolie abgedeckt für ca. 30 min in den Kühlschrank stellen.
In der Zwischenzeit den Backofen vorheizen – ich gebe meinem Ofen mindestens 15 min Vorlaufzeit, da ich…nun sagen wir, nicht das neueste Modell habe…im Genuss eines Ceranfeldes bin ich leider immer noch nicht. Also auf jeden Fall vorheizen auf E-Herd: 200°C/Umluft 175°C/Gas: siehe Herstellerangaben.
Den Boden einer Springform (26 cm Ø) mi Backpapier auslegen und den Teig darauf ausrollen. Mit einer Gabel mehrmals den Boden einstechen. Dann ab in den OFen für 12 – 14 Minuten. Danach abkühlen lassen.

Schokoschicht

  • 250g Zartbitterschokolade
  • 250g Schlagsahne oder Rama Cremefine zum Schlagen
  • 25g Kokosfett (z.B. Palmin)
  • je 50g Mandeln, Haselnusskerne & geröstete Erdnüsse ohne Salz (OHNE SALZ – ich hab zuerst natürlich die falschen gekauft!)

Die Schlagsahne/Cremefine mit dem Kokosfett erhitzen und dann vom Herd nehmen. Die Schokolade in Stücke brechen und darin schmelzen.
Mandeln und Haselnüsse in einer beschichteten Pfanne ohne Fett goldgelb rösten und danach herausnehmen. Wenn sie abgekühlt sind Mandeln, Hasel- und Erdnüsse grob hacken.
Den Mürbeteig auf eine Tortenplatte legen und den Formrand oder einen Tortenring darum stellen. Die Hälfte der Schokoladencreme auf dem Boden gleichmäßig verteilen und dabei einen ca 1cm breiten Rand frei lassen. Gut 1/3 der Nussmischung darüber streuen und dann für ca. 30 min kalt stellen.

Füllung

  • 4 Blatt Gelatine
  • 500g Frischkäse Doppelrahmstufe
  • 50g + 75g Zucker
  • 100g cremige Erdnussbutter

Die Gelatine in kaltem Wasser einweichen lassen. Den Frischkäse, 50g Zucker und die Erdnussbutter mit dem Mixer gut verrühren. In einer zweiten Rührschüssel 3 Eiweiß steif schlagen, und dabei 75g Zucker nach und nach einrieseln lassen. Danach die Gelatine ausdrücken und in einem kleinen Topf bei geringer Hitze auflösen. Etwas Creme mit der Gelatine verrühren (ca. 2-3 EL). Wenn es sich vermengt hat, dann alles unter die restliche Creme rühren und zum Schluß das Eisweiß vorsichtig unterheben. Die Creme auf dem Tortenboden glattstreichen und wieder für ca. 30 min zurück in den Kühlschrank stellen.
Nach den 30 min die restliche Schokoladencreme nochmals kurz umrühren und dann vorsichtig auf der Frischkäsemischung verteilen. Danach mindestens 2h kalt stellen.

Karamellsauce

  • 100 Zucker
  • 1/8 L heißes Wasser

Wasser in einem Wasserkocher kochen. Inzwischen für die Karamellsauce 100g Zucker in einer Pfanne goldgelb karamelisieren. 1/8L heißes Wasser zugießen und ca. 2 min köcheln, bis der Karamel gelöst ist. Dann auskühlen lassen.

Zum Schluß die Torte mit der Karamelsauce begießen und…ferttiiiisch!!!!

Karamel-Schokotorte mit Fleur de Sel

soooo…viele Tage sind nun seit dem Anlegen dieses Blogs vergangen und mein Fotospeicher quillt langsam über…daher…TADAAAAAA…mein erster tatsächlicher Artikel. Und diesem sollen in den nächsten Tagen einige folgen.

Biographisch gesehen war die nun folgende Backaktion eigentlich noch vor dem Beschluss blogger zu werden und letztendlich auch der Stein, der diese ganze Geschichte hier ins Rollen gebracht hat. Aber seht es mir bitte nach, dass ich nicht regelmäßig posten kann…irgendwie werd ich diesen verdammten Freizeitstress einfach nicht weider los.

Mit meiner Freundin J. haben wir sowas wie ein Back-/-Koch-Treffen ins Leben gerufen. Da wir beide einen Hang zu den Gaumenfreuden unserer Welt haben…war das wahrscheinlich schon vorprogrammiert. Naja, und unser Umfeld erfreut sich auch dran, da wir immer solche Mengen machen, dass mindestens unsere Männer mitessen dürfen…wenn es ihnen denn schmeckt. Leider ist das auch nicht immer der Fall…aber dazu ein anderes mal. *gg*

An diesem wunderbaren Tag war ein Rezept einer anderen bloggerin, das wir beim googeln gefunden haben, dran. An dieser Stelle noch einmal herzlichen Dank an http://www.kuriositaetenladen.com. Da noch eine Anfrage nach der Benutzung ihrer Inhalte bei der Verfasserin läuft, hier erstmal ein Bild dieser Sünde.

 

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Hinter dem Schokoladen-Frosting verbergen sich drei wunderbar lockere Schichten Schokoladen-Tortenboden sowie dazwischen Karamell Buttercreme mit Fleur de Sel. Das Ganze bekommt dann oben noch ein kleines Krönchen aus Fleur de Sel Körnern.

Mächtig bekommt bei fast 400g Butter und fast 500g Schokolade einfach mal eine ganz neue Bedeutung. Ich trinke dazu – und glaubt mir….dazu etwas zu trinken ist eine verdammt gute Idee – gerne ein Glas Milch, wahlweise auch mal einen schööönen Latte Machhiato.

Irre, ich bin immer wieder fasziniert von der schnelligkeit von eMails. Während ich hier schreibe kam die positive Antwort von Steph vom http://www.kuriositaetenladen.com. Demnach folgt nun das Rezept (etwas abgeändert) für das gute Stück:

Anmerkung: In diesem Rezept wird Dulce de Leche verwendet. Das ist eine wunderbar lecker und unfassbar Süße Creme, die sich wunderbar vorher vorbereiten lässt – aber natürlich auch fertig zu kaufen gibt. Wer Sie selbst machen möchte besorgt sich einen Tag vorher eine Dose „Milchmädchen“ – es geht auch jede andere gezuckerte Kondensmilch – entfernt das Papier, stellt die Dose in einen großen Topf mit Wasser und lässt sie 2-2,5h langsam vor sich hinköcheln, wobei man immer wieder ein wenig Wasser nachfüllen sollte, damit die Dose immer komplett mit Wasser bedeckt ist (ich bin jede halbe Stunde hingelatscht und hab was nachgegossen).  Danach sollte die Creme komplett auskühlen, sonst ist die Creme noch so halb-flüssig. Deshalb am besten einen Tag im voraus zubereiten.

Schoko-Tortenböden 18 cm Durchmesser

  • 180 g Mehl
  • 200 g Zucker
  • 90 g Kakaopulver (ich habe ganz normalen Back-Kakao verwendet)
  • 6 g Natron
  • 4 g Backpulver
  • 1 Prise Salz
  • 60 ml Öl (ich hab Sonnenblumenöl verwendet)
  • 190 ml Buttermilch
  • 190 ml Espresso (abgekühlt)
  • 2 zimmertemperierte Eier, etwas verquirlt
  • Mark einer Vanilleschote

Espresso kochen und abkühlen lassen – schneller gehts im kalten Wasserbad. Mehl, Zucker, Kakaopulver, Natron Backpulver und Salz in einer Schüssel vermengen. Dann das Öl, die Buttermilch, Espresso und Eier nach und nach hinzugeben und alles zu einem glatten Teig verrühren. Die Vanilleschote der Länge nach aufschneiden, das Mark auskratzen und zum Teig hinzugeben.
den Backofen auf 180°C vorheizen, die kleine Springform einfetten und mit etwas Kakaopulver bestreuen und überschüssiges Pulver wieder herausschütteln. Dann etwa 1/3 des Teiges in die Springform geben und etwa 10 Minuten im Ofen backen. Mit einem Holzstäbchen testen, ob der Teig innen noch flüssig ist. Wenn nicht dann die Form herausnehmen und den fertigen ersten Boden aus der Form lösen und erkalten lassen.
Das Ganze jeweils noch 2x wiederholen, so das man am Ende 3 Tortenböden hat.

Karamell Buttercreme mit Fleur de Sel

  • 320 g Butter
  • 120 g Eiweiß
  • 1 Prise Salz
  • 1 TL Zitronensaft
  • 70 g Zucker
  • 1/2- 1 gestrichener TL Fleur de Sel
  • Mark einer Vanilleschote
  • 250 g Dulce de Leche

Die Butter als erstes schaumig schlagen. In einer weiteren Schüssel das Eiweiß, die Prise Salz, den Zitronensaft und den Zucker vermengen und im heißen Wasserbad unter ständigem Rühren heiß werden lassen – Aber nicht kochen, sonst stockt das Eiweiß!
Danach die Schüssel aus dem Wasserbad nehmen und mit dem Handmixer steif schlagen. Sobald die Schüssel mit dem Eischnee abgekühlt ist, die Buttermasse dazugeben. Die Vanilleschote auskratzen und das Mark hinzugeben. Zum Schluß die Dulce de leche dazugeben und solange weiterrühren, bis eine schöne glatte Creme entstanden ist.#

Schokoladen-Frosting

  • 45 g Kakaopulver (Valrhona)
  • 90 ml kochendes Wasser
  • 450 g Schokolade
  • 340 g zimmertemperierte Butter
  • 60 g Puderzucker
  • Prise Salz

Das Kakaopulver in dem Kochendem Wasser komplett auflösen und die Tasse dann komplett abkühlen lassen. Die Schokolade im Wasserbad langsam schmelzen und dann abkühlen lassen. Die Butter mit Puderzucker und Salz in eine Schüssel geben und mit dem Mixer 5 Minuten sehr schaumig schlagen, bis die Butter hell und fluffig wird. Die Geschwindigkeit reduzieren und die geschmolzene Schokolade nach und nach einrühren. Alles miteinander verrühren und anschließend das Kakaowasser unterrühren. Gut verrühren.

Un jetzt nur noch zusammensetzen, Frosting oben drauf und ein paar Körnchen Fleur de Sel oben drüber…letztendlich wie es euch beliebt und daaaaaaaaaaaaann…GIB IHM UND HAU REIN!!!